US-Präsident Donald Trump hat mögliche weitere Ziele für Angriffe auf den Iran genannt. Dazu zählt nach seinen Angaben auch der Berg Kolang, der im Englischen „Pickaxe Mountain“ genannt wird. Unter dem Berg wird ein iranischer Atomkomplex vermutet.
Trump sagte, die USA hätten das iranische Atomprogramm bereits ausgeschaltet. Es müsse sich möglicherweise noch um „ein oder zwei Anlagen“ gekümmert werden. Dies könne innerhalb kurzer Zeit geschehen. Zugleich erklärte der US-Präsident, die Vereinigten Staaten hätten es mit weiteren Angriffen nicht eilig.
Der Berg Kolang liegt in der Provinz Isfahan rund 200 Kilometer südlich von Teheran und nahe der Atomanlage Natans. Die iranische Regierung weist zurück, dass dort an einem Atomprogramm gearbeitet werde. Trump hatte den Ort bereits mehrfach als mögliches Ziel bezeichnet.
Nach Angaben des US-Präsidenten verlaufen Gespräche über ein Ende des Irankriegs gut. Gleichzeitig bezeichnete er die iranische Seite als nicht besonders zuverlässig. US-Außenminister Marco Rubio erklärte zuvor, Trump habe noch keine Entscheidung über neue Angriffe getroffen. Die USA seien weiterhin für eine diplomatische Lösung offen.
Aus Teheran kamen deutliche Warnungen. Irans Oberster Führer Mojtaba Khamenei drohte im Fall neuer US-Angriffe mit einer sofortigen und geografisch uneingeschränkten Vergeltung. Armeesprecher Mohammed Akraminia warnte, ein möglicher neuer Krieg könne länger dauern als der vorherige Konflikt.
Auch Verteidigungsminister Mehrdad Achlaghi kündigte eine verhältnismäßige und entschlossene Antwort auf jeden Angriff an. Die iranische Führung werde weder den Zeitpunkt noch das Ausmaß oder die Folgen der Reaktion von außen bestimmen lassen, erklärte er dem Staatsfernsehen zufolge.
Außenminister Abbas Araghchi sagte, derzeit seien keine direkten Treffen mit Vertretern der USA geplant. Über Vermittler liefen jedoch weiterhin Konsultationen. Araghchi bestätigte außerdem erstmals offiziell den Eingang eines Schreibens von US-Vizepräsident JD Vance. Darin ging es laut einem Bericht des „Wall Street Journal“ eher um einen möglichen Rahmen für Verhandlungen als um konkrete Einzelheiten eines Friedensvorschlags.
Unterdessen werden die diplomatischen Bemühungen fortgesetzt. Anwar Gargasch, diplomatischer Berater des Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate, äußerte die Hoffnung auf einen diplomatischen Durchbruch. Zugleich sei man auch auf das Schlimmste vorbereitet.
Der Irankrieg hatte Ende Februar mit Angriffen der USA und Israels begonnen. Nach dem Scheitern einer Vereinbarung im Juni waren die diplomatischen Gespräche ins Stocken geraten.
Im Persischen Golf wurde zudem erneut ein Tanker angegriffen. Der Flüssiggastanker „Al Mayeda“, der dem staatlichen katarischen Gastransportunternehmen gehört, wurde nach Angaben der staatlichen katarischen Nachrichtenagentur von unbekannten Geschossen getroffen. Verletzte unter den Besatzungsmitgliedern gab es demnach nicht.
Seit Beginn des Krieges hat Iran die Straße von Hormus weitgehend blockiert und dort wiederholt Schiffe angegriffen. Die USA verhängten im Gegenzug eine Seeblockade gegen iranische Häfen.

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