In Mexiko-Stadt sind zum zehnten Mal Tausende kostümierte Menschen durch die Innenstadt gezogen, um den „Tag der Toten“ zu feiern. Begleitet wurde die farbenfrohe Parade von festlich geschmückten Wagen und Musikgruppen.
Nach Angaben der Stadtverwaltung verfolgten Hunderttausende Menschen das Schauspiel als Zuschauer. Zu den auffälligen Figuren gehörten Skelette und elegant gekleidete Catrinas. Auf dem zentralen Zócalo-Platz wurde zudem eine elf Stockwerke hohe „La Catrina“ aufgestellt.
Die weibliche Skelettfigur mit Hut gilt als Personifikation des Todes und ist ein bekanntes Symbol des mexikanischen „Día de Muertos“. Die Feierlichkeiten verbinden farbenfrohe Inszenierungen mit dem Gedenken an Verstorbene.
Die Parade in der mexikanischen Hauptstadt entstand erst vor wenigen Jahren als Touristenattraktion. Inspiriert wurde sie von einer Szene aus dem James-Bond-Film „Spectre“. Darin läuft der britische Agent durch einen solchen Umzug in Mexiko-Stadt – obwohl es dort zu diesem Zeitpunkt noch keine entsprechende Parade gab.
Der frühere Bürgermeister Miguel Ángel Mancera organisierte den ersten Umzug im Jahr 2016. Auch der Pixar-Film „Coco“ trug dazu bei, den „Tag der Toten“ einem internationalen Publikum näherzubringen.
Die eigentlichen Traditionen des Feiertags reichen jedoch deutlich weiter zurück. Am 1. und 2. November ehren Mexikaner ihre Verstorbenen mit farbenfrohen Opfergaben in Häusern und an aufwendig geschmückten Gräbern.
Dabei verbinden sich indigene Bräuche mit Traditionen der katholischen Feiertage Allerheiligen und Allerseelen. Der Überlieferung zufolge kehren an diesen Tagen die Seelen verstorbener Familienmitglieder aus dem Jenseits zu Besuch zurück. Viele Familien besuchen die Gräber ihrer Angehörigen und bringen kleine Geschenke oder Essensgaben mit.
Im Jahr 2008 nahm die UNESCO die indigene Festtradition in die Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit auf.

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