Der englische Angler Ash Hegarty hat im ungarischen Euro-Aqua-See einen Schuppenkarpfen mit einem Gewicht von rund 52 Kilogramm gefangen. Der Fisch gilt als möglicher Weltrekord, ein offizieller Eintrag bei der International Game Fish Association (IGFA) ist jedoch voraussichtlich nicht möglich.
Hegarty war gemeinsam mit seinem Bruder Nigel mehrere Tage an dem Gewässer nahe dem Plattensee unterwegs. Der Euro-Aqua-See ist unter Karpfenanglern für besonders große Fische bekannt. Bereits im November 2018 war dort ein Karpfen mit einem Gewicht von 51,2 Kilogramm gefangen worden.
Der 32-Jährige setzte nach eigenen Angaben sechs Angelruten ein und verwendete Maden sowie spezielle Karpfenköder, sogenannte Boilies. Nachdem er an mehreren Tagen bereits große Karpfen gefangen hatte, wollte er sich am Abend einige Stunden hinlegen.
Gegen 19 Uhr ertönte der elektronische Bissanzeiger. Hegarty lief zu seiner Angel und spürte einen starken Widerstand. Nach dem Drill gelang es ihm, den Fisch unter Kontrolle zu bringen und mit einem Unterfangkescher ans Ufer zu führen.
Der Karpfen war am See bereits durch frühere Fänge bekannt und trägt den Namen Angelina. Nach dem Wiegen und den Fotos setzte Hegarty das Tier vorsichtig zurück ins Wasser. Nach seinen Angaben war der Fisch gesund und kräftig.
Der Fang hat für den Angler auch eine persönliche Bedeutung. Das Angeln hatte ihm und seinem Bruder ihr inzwischen verstorbener Vater beigebracht. An der Rute, an der Angelina anbiss, befand sich ein Schlüsselanhänger mit dem einzigen gemeinsamen Foto seines Vaters und seines Sohnes.
Ein offizieller Weltrekord der IGFA dürfte dennoch ausbleiben. Der Euro-Aqua-See ist ein privates Gewässer, für dessen Nutzung eine Gebühr bezahlt wird. Die Anerkennung solcher Fänge sorgt in der Angelszene immer wieder für Diskussionen.
Für Hegarty steht unabhängig von der offiziellen Wertung die persönliche Erinnerung im Vordergrund. Der Fang übertraf das bisherige Gewicht eines Karpfens aus demselben See um rund 800 Gramm.

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