Pelosi kritisiert El-Sayed und will ihn dennoch bei den Midterms unterstützen

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Die ehemalige Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, hat in einem Podcast die Positionen der demokratischen Kandidaten Abdul El-Sayed und Zohran Mamdani kritisiert. Zugleich hält sie an ihrer Unterstützung für El-Sayed bei den US-Midterm-Wahlen fest.

Podcast-Host Donny Deutsch hatte Pelosi zuvor mit angeblichen Aussagen von El-Sayed und Mamdani konfrontiert. Demnach sollen beide erklärt haben, Israel habe „kein Recht zu existieren“.

Pelosi sagte daraufhin, jeder Demokrat, der Israels Recht auf Existenz als jüdischer Staat leugne, vertrete Ansichten, die „mehr als besorgniserregend – nämlich falsch“ seien. Kein Demokrat mit solchen Positionen spreche für die Demokratische Partei insgesamt.

Mit Blick auf El-Sayed, den demokratischen Senatskandidaten in Michigan, sagte Pelosi: „Diese neue Person in Michigan – mal sehen, ob er in den Kongress gewählt wird.“ Über Mamdani, den Bürgermeister von New York, erklärte sie, sie hoffe, dass er „Erfolg als Bürgermeister“ habe. Zugleich stimme sie „einigen seiner Äußerungen nicht zu“.

Pelosi betonte außerdem, Abgeordnete verträten ihre Wahlkreise, und dies müsse respektiert werden. Das bedeute jedoch nicht, dass ihre Positionen den Konsens der Demokratischen Partei beeinflussten.

Der Umgang mit dem Gazakrieg und dem amerikanisch-israelischen Krieg gegen Iran sorgt seit Längerem für Spannungen innerhalb der US-Demokraten. Viele dienstältere Parteimitglieder unterstützen weiterhin die militärische Unterstützung Israels durch die Vereinigten Staaten. Unter jüngeren Demokraten wächst dagegen der Widerstand gegen diese Haltung.

Auch zwischen El-Sayed und Haley Stevens war zuletzt ein Streit ausgebrochen. Stevens hatte El-Sayed in den Vorwahlen knapp unterlegen und anschließend eine Entschuldigung für kritische Äußerungen des Kandidaten über Israel gefordert. El-Sayed erklärte in einer Stellungnahme, Stevens sei offenbar darauf aus, den Wahlkampf erneut aufzurollen.

Wie US-Medien berichteten, forderte El-Sayeds Team Stevens inzwischen auf, seinen Wahlkampfveranstaltungen fernzubleiben. Eigentlich war ein gemeinsamer Auftritt geplant gewesen. Stevens’ Ehemann Jason Turkish unterstützt inzwischen offen El-Sayeds republikanischen Gegner Mike Rogers.

Pelosi will El-Sayed trotz ihrer Kritik weiter unterstützen. Ein Sprecher der Demokratin erklärte der „New York Times“, Pelosi rufe die Menschen weiterhin dazu auf, bei den Midterms für El-Sayed zu stimmen. In Fragen wie niedrigeren Kosten, dem Schutz der Gesundheitsversorgung und der Verteidigung der Demokratie stehe sie mit ihm auf einer Linie, auch wenn es bei einzelnen Themen unterschiedliche Auffassungen gebe.


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