Namensgleicher Herausforderer sorgt für Streit um Senatswahl in Alaska

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Bei den US-Zwischenwahlen zeichnet sich in Alaska ein knappes Rennen um einen Sitz im US-Senat ab. Im Mittelpunkt steht dabei die Namensgleichheit zweier Kandidaten: Der republikanische Amtsinhaber Daniel S. Sullivan tritt gegen den politisch unerfahrenen Daniel J. Sullivan an.

Daniel S. Sullivan ist 61 Jahre alt, ehemaliger Soldat und vertritt Alaska im US-Kongress. Sein namensgleicher Konkurrent ist acht Jahre älter und war früher Grundschullehrer. Politische Ämter hatte Daniel J. Sullivan nach eigenen Angaben bislang nicht inne. Er geht demnach gern jagen und angeln.

Beide Namen stehen im Wahlzettel direkt hintereinander. Beim Amtsinhaber wird zusätzlich darauf hingewiesen, dass er Republikaner und bereits Senator ist. Beim ehemaligen Grundschullehrer Daniel J. Sullivan gibt es keine vergleichbaren Zusätze.

Das US-Justizministerium untersucht den Vorwurf, die Demokraten hätten gezielt nach einem Kandidaten mit demselben Namen gesucht, um dem republikanischen Amtsinhaber Stimmen abzunehmen. Die Ermittlungen seien nach einem Bericht der New York Times verstärkt worden, teilte der zuständige Bundesstaatsanwalt Michael Heyman mit.

Die demokratische Kandidatin Mary Peltola weist zurück, die Aufstellung des zweiten Sullivan initiiert oder davon gewusst zu haben. Der Vorwurf einer möglichen Wählertäuschung ist politisch besonders brisant, weil Sullivan und Peltola in Umfragen nahezu gleichauf liegen.

Das Justizministerium beantragte vor Gericht, Stimmzettel für Daniel J. Sullivan gesondert aufzubewahren. So soll gegebenenfalls untersucht werden können, ob Wählerinnen und Wähler wegen der Namensgleichheit verwirrt waren.

Außerdem reichte das Ministerium eine Klage ein, um die Bestätigung des Wahlergebnisses in Alaska zu blockieren, falls der republikanische Amtsinhaber wegen des namensgleichen Konkurrenten verlieren sollte.

Der Ausgang der Abstimmung könnte auch für die Mehrheitsverhältnisse im US-Senat von Bedeutung sein. Derzeit verfügen die Republikaner von Präsident Donald Trump in beiden Kammern des Kongresses über die Mehrheit.

Die Midterms finden zwei Jahre nach einer Präsidentenwahl statt. Am 3. November werden zudem in 36 Bundesstaaten und drei US-Territorien die Gouverneure neu gewählt.


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