US-Präsident Donald Trump hat sich im Weißen Haus mit dem Chef des US-Regionalkommandos für den Nahen Osten, Admiral Brad Cooper, über das weitere Vorgehen im Iran-Konflikt beraten. Das berichten das „Wall Street Journal“ und das Nachrichtenportal „Axios“ unter Berufung auf US-Beamte.
Nach Angaben des „Wall Street Journal“ legte Cooper dem Präsidenten bei dem seltenen persönlichen Treffen unter anderem militärische Optionen im Iran dar. Die Zeitung wertete das Gespräch als mögliches Zeichen dafür, dass ein größerer Einsatz der US-Streitkräfte bevorstehen könnte.
Dem Bericht von „Axios“ zufolge konzentrierte sich Coopers Unterrichtung auf die US-Seeblockade gegen iranische Häfen und Küstengebiete. Trump wollte demnach persönlich erfahren, ob die Blockade ihre Wirkung erzielt. Cooper informierte den Präsidenten außerdem über den Einsatz in der Straße von Hormus.
Die US-Marine begleitet dort seit Monaten zivile Schiffe durch die Meerenge. Damit soll der Handel mit Öl und Flüssiggas wieder ermöglicht werden. Bei dem Gespräch ging es den Angaben zufolge auch um die wirtschaftliche Druckkampagne der USA gegen den Iran.
An dem Treffen nahmen laut den Berichten außerdem Generalstabschef Dan Caine, Verteidigungsminister Pete Hegseth sowie weitere Mitglieder des Kabinetts teil.
Vor den US-Zwischenwahlen will Trump Berichten zufolge eine neue Eskalation im Iran-Krieg vermeiden. Zugleich wird darüber spekuliert, ob die USA und Israel für die Zeit nach den Wahlen neue Angriffe auf den Iran planen.
US-Medien berichteten zuletzt allerdings auch über neue diplomatische Bemühungen der US-Regierung und regionaler Vermittler. An diesen Anstrengungen soll US-Vizepräsident JD Vance maßgeblich beteiligt sein.
Die Lage in der Straße von Hormus gilt seit Längerem als zentraler Streitpunkt zwischen Washington und Teheran. Iranische Streitkräfte haben ihre Angriffe auf Schiffe in der für den weltweiten Ölhandel wichtigen Meerenge in den vergangenen Wochen verstärkt.
Teheran will Trump dem Bericht zufolge vor den Kongresswahlen mit steigenden Energiepreisen unter Druck setzen. Die gestiegenen Spritpreise und der von Trump begonnene Iran-Krieg belasten demnach auch den Wahlkampf seiner republikanischen Parteikollegen.

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