Jordanien greift nach Kirchenanschlag IS-Ziele in Syrien an

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Die jordanische Luftwaffe hat nach dem tödlichen Anschlag auf eine Kirche Ziele im benachbarten Syrien angegriffen. Nach Angaben der jordanischen Streitkräfte richteten sich die Luftangriffe gegen Verstecke mutmaßlicher Terrororganisationen im Süden Syriens.

Die Militäraktion sei eine Vergeltung für den Anschlag vom vergangenen Freitag, teilten die jordanischen Streitkräfte mit. Die mutmaßlichen Täter hätten Verbindungen zu den angegriffenen Gruppen. Nach Angaben der jordanischen Regierung wurden dabei Stellungen der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) attackiert.

Regierungssprecher Mohammad al-Momani zufolge sollen ersten Schätzungen zufolge etwa 20 IS-Mitglieder getötet und weitere verletzt worden sein. Außerdem sei ein großes Waffenlager zerstört worden. Unabhängig bestätigen ließen sich diese Angaben zunächst nicht.

Bei dem Anschlag auf die griechisch-orthodoxe St.-Georgs-Kirche in Hammud in der südjordanischen Provinz Karak waren neun Menschen getötet worden. Bewaffnete Männer hatten während einer Trauerfeier das Feuer eröffnet. König Abdullah II. hatte den Tätern Vergeltung angedroht. Am Montag waren bereits drei Verdächtige festgenommen worden.

Unklar ist, ob die syrische Regierung dem jordanischen Vorgehen zuvor zugestimmt hatte. Jordanien erklärte, die Angriffe vom Montagabend seien mit der syrischen Regierung abgestimmt worden. Die syrische Seite wies dies zurück. Die staatliche Nachrichtenagentur meldete unter Berufung auf die Regierung, die Militäraktion sei nicht vorab mit Damaskus abgestimmt worden. Zugleich stehe man mit Jordanien in Kontakt, um die Lage zu erörtern.

Als Reaktion auf die Angriffe kündigte die syrische Grenz- und Zollbehörde die Schließung des Grenzübergangs Nassib im Süden des Landes an. Auf jordanischer Seite wird der Übergang Dschaber genannt. Der Personen- und Warenverkehr wurde nach syrischen Angaben in beide Richtungen ausgesetzt.


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