Ein zwölf Tage altes Baby ist im argentinischen Quilmes nach einem schweren Unfall vor einer Kindertagesstätte gestorben. Lucas wurde von einer herabfallenden Avocado am Kopf getroffen. Seine Mutter Giuliana Gómez erhebt nun Vorwürfe gegen die Stadtverwaltung.
Der Vorfall ereignete sich im Großraum Buenos Aires. Gómez hatte ihren fünfjährigen Sohn zur Kita gebracht und trug anschließend ihr Neugeborenes auf dem Arm. Dabei fiel eine Avocado aus etwa zehn Metern Höhe von einem Baum und traf Lucas.
Die Mutter spürte nach eigenen Angaben einen heftigen Schlag an ihrem Arm. Zunächst hoffte sie, dass ihr Sohn nicht verletzt worden sei. Kurz darauf krümmte sich das Baby und begann zu weinen. Nach Angaben einer Zeugin erlitt Lucas mehrere Schädelbrüche und innere Blutungen.
Der Krankenwagen soll laut der Zeugin erst nach rund 20 Minuten eingetroffen sein. Die Rettungskräfte erklärten demnach, sie könnten dem Kind nicht helfen. Lucas wurde daraufhin in einem privaten Auto in das Sanatorio de la Trinidad in Quilmes gebracht.
Dort kämpften die Ärzte drei Stunden lang um das Leben des Jungen und führten eine Notoperation durch. Die Verletzungen waren jedoch zu schwer. Am Sonntag starb Lucas.
Seine Mutter ist überzeugt, dass der Unfall hätte verhindert werden können. Der Baum stand auf dem Bürgersteig vor der Kita. Nach Angaben der Familie waren dort während der Bring- und Abholzeiten bereits mehrfach Avocados heruntergefallen.
Die Familie wirft der Stadtverwaltung vor, trotz mehrerer Hinweise nicht gehandelt zu haben. Die Kita habe bereits seit 2025 darum gebeten, den Baum zurückzuschneiden. Inzwischen ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung.

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