Umweltpreisträgerin Roda Verheyen warnt vor Folgen der Erderwärmung

Die Klima-Anwältin Roda Verheyen warnt angesichts der fortschreitenden Erderwärmung vor einer existenziellen Gefahr für die Menschheit. Bei einer Erwärmung um 2,8 Grad könnten Millionen Menschen ums Leben kommen, sagte die Hamburger Juristin in Aachen.

Verheyen erhält in diesem Jahr den Deutschen Umweltpreis. Sie freue sich sehr über die Auszeichnung, sei zugleich aber „extrem traurig“. Die Rechtsanwältin ist in Hamburg tätig und Mitglied des Hamburgischen Verfassungsgerichts.

Nach Angaben der Deutschen Bundesstiftung Umwelt setzt sich Verheyen seit Jahren dafür ein, der Umwelt zu ihrem Recht zu verhelfen. Sie tritt als Sachverständige auf, arbeitet an Gesetzesinitiativen mit, berät Politik und Zivilgesellschaft und verfasst Klagen.

Verheyen verwies darauf, dass die Erde den Vereinten Nationen zufolge bis zum Ende des Jahrhunderts auf eine Erwärmung von 2,8 Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit zusteuere. „2,8 Grad – das bedeutet Millionen von Toten“, sagte sie. Die Menschheit begebe sich damit in eine immense Gefahr, sich selbst auszulöschen – nicht den Planeten, aber die Menschheit.

Bei einer derart starken globalen Erwärmung könnten nach ihren Worten große Kipppunkte in der Arktis, der Antarktis und im Amazonas-Gebiet fallen. Verheyen erklärte, sie müsse ihre Wut und Trauer darüber teilen.

Wütend mache sie, dass sich die Menschen sehenden Auges in diese Gefahr begäben. Seit mindestens 30 Jahren lasse man sich von der fossilen Industrie „am Nasenring durch die Manege führen“, sagte die Juristin. Zugleich tue man derzeit so, als könne man einfach weitermachen.

Der Deutsche Umweltpreis ist mit 500.000 Euro dotiert. Verheyen erhält die Auszeichnung gemeinsam mit dem Membranfilter-Ingenieur Klaus Vossenkaul. Übergeben werden sollte der Preis im Laufe des Tages von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.


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