US-Präsident Donald Trump erwägt, die im Weißen Haus akkreditierten Journalisten an einen anderen Ort zu verlegen. In einem Beitrag in den sozialen Medien schrieb er, er könne die Presse an einen „weniger lästigen Ort“ bringen.
Zugleich wies Trump einen Bericht zurück, wonach der bisherige Presseraum abgeschafft und an seiner Stelle ein historisches Schwimmbecken wiederhergestellt werden solle. Er habe nie daran gedacht, „so etwas Dummes“ zu tun, erklärte der Präsident.
Die „New York Times“ hatte zuvor berichtet, Trump habe seine damalige Sprecherin Karoline Leavitt im August gedrängt, Pressekonferenzen aus dem James S. Brady Press Briefing Room zu verlegen. Als möglicher Ausweichort wurde demnach das Eisenhower Executive Office Building in der Nähe des Weißen Hauses genannt.
In dem Bericht ging es auch um ein Therapiebecken, das während der Amtszeit von Franklin D. Roosevelt im Weißen Haus installiert worden war. Unter Präsident Richard Nixon sei es durch den heutigen Presseraum ersetzt worden.
Trumps Äußerungen fallen in eine Zeit anhaltender Auseinandersetzungen zwischen seiner Regierung und kritischen Medien. Im September erteilte das Weiße Haus Mitarbeitern von CNN, MS NOW und „Politico“ ein Hausverbot. Zur Begründung hieß es, die Medien verbreiteten „Erfindungen und Lügen“ über Trump und seine Regierung.
Ein US-Gericht entschied anschließend in einem Eilantrag, dass die betroffenen Medien wieder ins Weiße Haus gelassen werden müssten. Das Justizministerium erklärte jedoch vor einer Woche, die US-Regierung gehe juristisch gegen diese Wiederzulassung vor.
Trump attackiert regelmäßig kritische Journalisten und geht auch gegen Medienunternehmen rechtlich vor. ABC und CBS sagten nach Verfahren Zahlungen von 15 Millionen beziehungsweise 16 Millionen Dollar zu. Zudem verklagte Trump die „New York Times“ und das „Wall Street Journal“.

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