Russland meldet Strom- und Wasserausfälle auf der Krim nach ukrainischem Angriff

—

von

in

Nach einem ukrainischen Angriff sind auf der von Russland besetzten Krim nach Angaben russischer Behörden die Strom- und Wasserversorgung eingeschränkt worden. Der von Moskau eingesetzte Chef der Halbinsel, Sergej Aksjonow, teilte dies im Onlinedienst Telegram mit.

Konkrete Angaben dazu, wie viele Haushalte von den Ausfällen betroffen sind, machte Aksjonow nicht. Auf der Krim leben mehr als 2,5 Millionen Menschen. Die Halbinsel war 2014 von Russland annektiert worden und wird regelmäßig von der Ukraine angegriffen.

Auch aus weiteren Regionen wurden nach russischen Angaben ukrainische Drohnenangriffe gemeldet. Im von Russland besetzten Teil der nordostukrainischen Region Charkiw seien mindestens drei Menschen getötet worden. Eine Frau sei schwer verletzt worden. Ziel des Angriffs sei ein Auto in dem Dorf Pisky gewesen.

In Togliatti an der Wolga im Südosten Russlands wurde russischen Angaben zufolge industrielle Infrastruktur beschädigt. Nach einem nächtlichen Angriff auf eine Fabrik in Orjol, rund 370 Kilometer südwestlich von Moskau, seien außerdem drei Leichen geborgen worden. Fünf weitere Menschen seien schwer verletzt worden und würden auf der Intensivstation behandelt.

Das russische Verteidigungsministerium erklärte, in der Nacht seien insgesamt 616 ukrainische Drohnen über mehr als 20 Regionen Russlands abgeschossen worden. Herabfallende Trümmer hätten nach Angaben örtlicher Behörden Brände ausgelöst und mehrere Menschen verletzt.

Die ukrainische Luftwaffe teilte ihrerseits mit, Russland habe in derselben Nacht mindestens 126 Drohnen auf die Ukraine abgefeuert. Davon seien 101 abgeschossen worden. In der ukrainischen Hauptstadt Kiew wurden den Rettungskräften zufolge zwei Menschen verletzt.


Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert