FC Augsburg zeigt rassistische Hassnachricht gegen Juma Bah an

Der FC Augsburg will nach einer rassistischen Beleidigung gegen Verteidiger Juma Bah rechtliche Schritte einleiten. Klubchef Michael Ströll veröffentlichte einen Screenshot der Hassnachricht und stellte sich öffentlich hinter den Spieler.

Die Nachricht war nach dem 1:1 des FC Augsburg gegen Union Berlin im Netz verbreitet worden. In dem Instagram-Post wurde Bah rassistisch beleidigt und mit dem Tod bedroht.

Ströll erklärte, Rassismus habe beim FC Augsburg und nirgendwo sonst einen Platz. Es sei unerträglich, einen Spieler auf diese Weise zu beleidigen und zu bedrohen. Rassismus und Hass dürften sich nicht hinter vermeintlicher Anonymität verstecken.

Der Augsburg-Chef begründete die Veröffentlichung des Screenshots damit, dass das Internet kein rechtsfreier Raum sei. Der Verein werde ein solches Verhalten nicht akzeptieren und den Vorfall konsequent zur Anzeige bringen. Bah könne sich der uneingeschränkten Unterstützung des gesamten FC Augsburg sicher sein.

Die Hassnachricht stand offenbar im Zusammenhang mit Bahs Platzverweis im Spiel gegen Union Berlin. Der vom englischen Klub Manchester City ausgeliehene Verteidiger sah in der 63. Minute nach einem Tritt gegen Union-Profi András Schäfer die Rote Karte. Zu diesem Zeitpunkt stand es 0:0.

Der FC Augsburg hatte zuvor bereits ab der 20. Minute in Überzahl gespielt, nachdem Felix Uduokhai des Feldes verwiesen worden war. Am Ende kam die Mannschaft von Trainer Manuel Baum zu einem 1:1.

Zusätzliche Sorgen bereitete dem Verein eine Verletzung von Abwehrspieler Calvin Brackelmann. Er musste nach einem Zusammenprall mit Uduokhai ausgewechselt und in ein Krankenhaus gebracht werden. Eine genaue Diagnose lag zunächst nicht vor.


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