Massive Protestkundgebung in Belgrad vor der Parlamentswahl

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Drei Tage vor der Parlamentswahl in Serbien haben sich in Belgrad Zehntausende Menschen zu einer Abschlusskundgebung der oppositionellen Studentenliste versammelt. Die Demonstrierenden forderten ein Ende der Regierung von Präsident Aleksandar Vučić.

Die Anhänger der Liste „Studenten siegen“ zogen durch die Straßen der serbischen Hauptstadt und kamen schließlich auf dem Salvija-Platz zusammen. Nach Angaben aus dem Bericht sollen etwa 150.000 Menschen an der Kundgebung teilgenommen haben.

Die Studentenliste wird von Studierenden getragen. Sie will bei der vorgezogenen Parlamentswahl am Sonntag die seit mehr als 14 Jahren andauernde Regierung von Vučićs Serbischer Fortschrittspartei (SNS) beenden.

Vučić war Ende September nach neun Jahren im Amt als Präsident zurückgetreten. Nun kandidiert er für den Posten des Regierungschefs, den er bereits vor seiner Präsidentschaft drei Jahre lang innehatte.

Mit seinem Rücktritt machte Vučić den Weg für die Neuwahl frei. Damit kam er einer zentralen Forderung der studentischen Protestbewegung nach. Die Bewegung war nach dem Einsturz eines Bahnhofsvordachs in Novi Sad im November 2024 entstanden. Bei dem Unglück kamen 16 Menschen ums Leben.

Anfangs konzentrierten sich die Proteste vor allem auf die Aufarbeitung des Unglücks. Später richteten sie sich zunehmend gegen die Regierung und die weitverbreitete Korruption in Serbien.

Vučić stellt sich seit Jahren als Reformer dar und setzt sich für einen Beitritt Serbiens zur Europäischen Union ein. Gleichzeitig hält er trotz des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine an guten Beziehungen zu Russland fest.


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