Bei einem Angriff auf den Flughafen der saudischen Stadt Dammam sind nach Angaben der Behörden zwei Menschen getötet und acht weitere verletzt worden. An dem Airport im Osten Saudi-Arabiens am Persischen Golf entstanden zudem Schäden.
Flüge mit dem Ziel Dammam wurden in der Nacht umgeleitet. Inzwischen hat der Flughafen den Betrieb wieder aufgenommen, wie die saudische Zivilluftfahrtbehörde mitteilte.
Die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition erklärte außerdem, in der Region seien vier Drohnenangriffe abgefangen worden. Die Huthi-Miliz, die aus dem Jemen heraus operiert und vom Iran unterstützt wird, äußerte sich zunächst nicht zu dem Angriff.
Der Flughafen von Dammam war bereits früher Ziel einer größeren Angriffswelle der Huthi gewesen. Die Miliz greift Saudi-Arabien immer wieder mit Drohnen, Raketen und Marschflugkörpern an. Zu den früheren Zielen gehörte unter anderem der Flughafen der Hauptstadt Riad.
Bei einem weiteren Angriff am Mittwoch wurden nach Angaben der staatlichen saudischen Nachrichtenagentur SPA zwei Menschen durch Trümmerteile einer abgeschossenen Huthi-Drohne getötet. Die Drohne soll auf das Ölfeld Schaiba des staatlichen Ölkonzerns Aramco zugesteuert haben. Die saudische Luftabwehr habe sie abgeschossen.
Saudi-Arabien ist mit der international anerkannten Regierung im Jemen verbündet und greift dort die Huthi an. Der Konflikt führt damit wiederholt zu Angriffen auf Ziele im saudischen Nachbarland.
Als Reaktion auf die zunehmenden Attacken ordneten die USA den Abzug eines Teils ihres diplomatischen Personals aus Saudi-Arabien an. Betroffen sind nicht dringend benötigte US-Regierungsmitarbeiter und deren Familienangehörige.
Der Sprecher des US-Außenministeriums, Tommy Pigott, begründete den Schritt mit den zunehmenden Angriffen der Huthi-Miliz auf zivile Ziele.

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