Zwei Bootsunglücke in der Ägäis: Mindestens zwölf Migranten tot

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Bei zwei Bootsunglücken vor den griechischen Inseln Samos und Lesbos sind innerhalb weniger Stunden mindestens zwölf Migranten ums Leben gekommen. Beide Inseln liegen nahe der türkischen Küste. Ein mutmaßlicher Schleuser wurde festgenommen.

Vor Samos sank am Morgen ein Boot mit Migranten. Nach Angaben der griechischen Küstenwache konnten sechs Menschen nur noch tot geborgen werden. Das Boot kenterte offenbar nach einem scharfen Manöver. 14 Passagiere wurden gerettet.

Ein weiterer Unfall ereignete sich in der Nacht vor Lesbos. Dort kollidierte ein Schnellboot mit Migranten an Bord mit einem Schiff der Küstenwache. Auch bei diesem Vorfall starben sechs Menschen, darunter ein Säugling. Acht Menschen wurden nach den vorliegenden Angaben gerettet.

Der genaue Hergang der Kollision vor Lesbos soll untersucht werden. Ein türkischer Passagier gilt als mutmaßlicher Schleuser und wurde festgenommen.

Menschenrechtler verwiesen auf eine ähnliche Kollision vor der Insel Chios im Februar. Damals starben 15 Flüchtlinge. Überlebende warfen der griechischen Küstenwache vor, ohne Vorwarnung über die Menschen hinweggefahren zu sein. Die Küstenwache weist diesen Vorwurf zurück.


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