Türkei will von umstrittenem Diesel-Abkommen zwischen USA und Russland profitieren

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Die Türkei will einen Teil des Diesels beziehen, der im Rahmen eines umstrittenen Abkommens zwischen den USA und Russland verfügbar werden soll. Energieminister Alparslan Bayraktar erklärte, die Vereinbarung sei für die Energiesicherheit seines Landes wichtig.

In einem Interview mit dem Sender Kanal 7 sagte Bayraktar, die Türkei werde durch eigene Gespräche einen Teil des Diesels ins Land holen. Weitere Einzelheiten zu dem geplanten Geschäft nannte der Minister nicht.

Das Abkommen stößt in der Ukraine und in Europa auf heftige Kritik. Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sowie mehrere europäische Politiker und einige republikanische Parteikollegen von US-Präsident Donald Trump wandten sich gegen die Vereinbarung.

Die Türkei setzt zugleich auf einen deutlichen Ausbau ihrer eigenen Gasförderung. Nach Angaben Bayraktars soll im ersten Quartal 2028 eine zweite schwimmende Förderplattform in Betrieb gehen. Dadurch soll die tägliche Gasproduktion im Schwarzen Meer auf 45 Millionen Kubikmeter steigen.

Damit könne die Türkei in drei von vier Haushalten eigenes Gas verwenden, sagte der Minister. Am Samstag hatte das Land seine erste schwimmende Förderplattform, die „Osman Gazi“, ins Schwarze Meer geschickt.

Die Plattform soll die Förderung aus dem größten heimischen Gasfeld Sakarya erhöhen. Die tägliche Produktion soll von derzeit 9,5 Millionen auf 20 Millionen Kubikmeter mehr als verdoppelt werden.

Die Türkei gehört zu den größten Gasmärkten Europas und ist bislang fast vollständig auf Importe angewiesen. Im vergangenen Jahr verbrauchte das Land 59 Milliarden Kubikmeter Gas. Die heimische Produktion lag bei 3,1 Milliarden Kubikmetern.

Geplante Erkundungen nach Kohlenwasserstoffen vor der Küste Pakistans verzögern sich laut Bayraktar wegen der Auswirkungen des Iran-Krieges auf die Region um etwa sechs Monate.


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