Große Nachfrage: BMW pausiert Portal für Abfindungsangebote

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BMW hat das interne Portal für freiwillige Abfindungsangebote vorübergehend geschlossen. Nach Angaben von Mitarbeitern gegenüber dem Bayerischen Rundfunk war die Plattform bereits nach wenigen Tagen wegen der zahlreichen Zugriffe zeitweise nicht erreichbar.

BMW muss demnach zunächst die vielen Anfragen bearbeiten. Der Autobauer bestätigte ein großes Interesse der Beschäftigten. Das Angebot sei nach dem Versand der persönlichen Konditionen auf eine hohe Nachfrage gestoßen.

Über das Portal konnten sich Mitarbeiter ihr individuelles Abfindungsangebot berechnen lassen. Die Höhe richtet sich vor allem nach dem Einkommen und der Dauer der Betriebszugehörigkeit. Langjährige und ältere Beschäftigte mit höheren Gehältern sollen dem Bericht zufolge teilweise mehrere Hunderttausend Euro erhalten können. Zu den konkreten Abfindungssummen äußert sich BMW nicht.

Der Konzern plant, bis Ende 2027 bis zu 8000 Stellen abzubauen. Betroffen sind vor allem die Verwaltung sowie die Bereiche Forschung und Entwicklung. Nach dem Anlauf der ersten Modelle der neuen Technologie- und Fahrzeuggeneration „Neue Klasse“ werden Unternehmenskreisen zufolge weniger Entwickler benötigt.

Außerdem will BMW stärker auf Künstliche Intelligenz setzen und effizienter werden. Der Personalabbau steht auch im Zusammenhang mit der Krise der Autoindustrie. Besonders auf dem wichtigen chinesischen Markt hat sich die Entwicklung zuletzt verschärft. Bei BMW stehen dadurch Absatz und Gewinne unter Druck.

Neben freiwilligen Aufhebungsverträgen setzt der Autobauer auf Altersteilzeit und natürliche Fluktuation. Die Abfindungen verursachen für BMW zunächst Kosten im dreistelligen Millionenbereich. Ab 2028 erwartet der Vorstand dadurch jedoch jährliche Einsparungen von rund einer Milliarde Euro.

Wie lange das Portal geschlossen bleibt, ist nicht bekannt. Sollte die hohe Nachfrage anhalten, könnte BMW das angestrebte Ziel beim Stellenabbau möglicherweise früher erreichen als bislang geplant.


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