Selenskyj: Russische Rakete trifft Heizkraftwerk in Kiew

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Eine russische ballistische Rakete hat nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ein Heizkraftwerk in Kiew getroffen. Das Hauptziel des Angriffs sei die Energieinfrastruktur gewesen, insbesondere das Heizkraftwerk CHP-4, teilte Selenskyj in den sozialen Medien mit.

Nach seinen Angaben war die Ukraine zuvor von ihren westlichen Verbündeten nicht vor dem Angriff gewarnt worden. Selenskyj beklagte, dass es erneut keine Vorwarnung vor den einfliegenden Raketen gegeben habe.

Die ukrainische Hauptstadt wurde nach den vorliegenden Angaben am späten Abend von ballistischen Raketen aus Russland angegriffen. Kurz nach dem Auslösen des Luftalarms seien in Kiew erste Explosionen zu hören gewesen, berichtete das ukrainische Nachrichtenportal „The Kyiv Independent“.

Auch ein neunstöckiges Wohngebäude soll getroffen worden und in Flammen aufgegangen sein. Nach Angaben des Kiewer Bürgermeisters Vitali Klitschko kamen dabei mindestens zwei Menschen ums Leben. Mehr als 20 weitere Menschen wurden demnach verletzt.

Selenskyj machte zunächst keine Angaben zu möglichen Opfern oder weiteren Schäden am Heizkraftwerk. Die ukrainische Staatsführung erklärte jedoch, die Energieinfrastruktur sei das Hauptziel des Angriffs gewesen.

Der ukrainische Präsidentenberater Dmytro Lytwyn sagte dem Bericht zufolge vor Journalisten, auch am Vortag habe es keine Warnhinweise der internationalen Partner auf anfliegende Raketen gegeben. Dies sei zudem von der ukrainischen Luftwaffe bestätigt worden.

Die Ukraine ist bei der Abwehr des russischen Angriffskriegs in hohem Maß auf westliche Geheimdienstinformationen angewiesen. Dazu gehören Warnungen vor russischen Angriffen und Informationen zur Identifizierung eigener Angriffsziele. Die Lage wird durch die jüngsten Spannungen zwischen Kiew und Washington zusätzlich erschwert.


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