Wegen des Nachweises von E.-coli-Bakterien im Trinkwasser gilt in der gesamten Stadt Bornheim ein Abkochgebot. Die rund 50.000 Einwohner müssen ihr Leitungswasser vor bestimmten Verwendungen abkochen.
Das Gesundheitsamt des Rhein-Sieg-Kreises hatte die Maßnahme am Freitag, dem 9. Oktober, angeordnet. Nach Angaben der Behörde wurden die Bakterien sowohl im Wasserwerk Bornheim als auch im Wasserwerk Urfeld in Wesseling festgestellt. Das Wasserwerk in Urfeld versorgt auch das Werk in Bornheim.
Der betroffene Abschnitt wurde nach dem Nachweis vom Netz genommen. Über die Warn-App NINA informierten die Behörden die Bevölkerung.
Das Leitungswasser muss vor dem Trinken, der Zubereitung von Speisen und dem Zähneputzen abgekocht und anschließend abgekühlt werden. Auch für die Reinigung offener Wunden darf es nur abgekocht verwendet werden. Zum Duschen und Waschen kann das Wasser nach Angaben der Behörden weiterhin normal genutzt werden.
Derzeit werden weitere Wasserproben untersucht. Zusätzlich wurde angeordnet, das Trinkwasser zur Desinfektion zu chlorieren. Deshalb kann das Leitungswasser im Laufe des Wochenendes nach Chlor riechen. Nach Angaben des Rhein-Sieg-Kreises stellt die Chlorierung keine Gesundheitsgefahr dar.
Woher die Verunreinigung stammt, ist bislang nicht bekannt. Die Untersuchungen dauern an. Das Abkochgebot soll über das gesamte Wochenende und möglicherweise bis in die kommende Woche bestehen bleiben.
Sobald das Wasser wieder ohne Einschränkungen verwendet werden kann, wollen die Behörden über die Warn-App NINA Entwarnung geben.
E.-coli-Bakterien gelten als Hinweis auf eine mögliche Verunreinigung. Sie können unter anderem heftigen Durchfall, Bauchkrämpfe und Übelkeit auslösen. Einige Varianten bilden zudem Giftstoffe, die im schlimmsten Fall die Nieren angreifen können.

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