In Österreich gilt seit Montag an Schulen ein Kopftuchverbot für Mädchen unter 14 Jahren. Die Regelung betrifft muslimische Familien.
Das entsprechende Gesetz war im Dezember mit großer Mehrheit vom österreichischen Parlament beschlossen worden. Nur die Grünen stimmten dagegen. Sie begründeten ihre Ablehnung mit verfassungsrechtlichen Bedenken.
Bereits 2020 hatte es einen ersten Versuch gegeben, ein solches Verbot einzuführen. Der österreichische Verfassungsgerichtshof hob die damalige Regelung jedoch auf. Sie verstieß nach seiner Einschätzung gegen die Gleichbehandlung und die Religionsfreiheit.
Nach Angaben der österreichischen Regierungskoalition aus ÖVP, SPÖ und NEOS wurden diese Bedenken bei der aktuellen Regelung berücksichtigt. Das nun geltende Gesetz betrifft das Kopftuchverbot für Mädchen unter 14 Jahren.
Der Deutschlandfunk berichtete am 7. September 2026 über das Inkrafttreten der Regelung.