Die Nord- und Ostsee haben sich in den Sommermonaten deutlich stärker erwärmt als im langjährigen Durchschnitt. Nach Angaben des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie lagen die mittleren Wassertemperaturen von Juni bis August bei 15,6 Grad in der Nordsee und 17,2 Grad in der Ostsee.
Besonders hohe Temperaturen wurden den Angaben zufolge in der südlichen Nordsee und im Ärmelkanal gemessen. Das Bundesamt warnte vor möglichen Folgen der ungewöhnlichen Erwärmung für die Meeresökosysteme.
Durch die höheren Temperaturen könnten sich Lebensräume deutlich verändern. Einige Tierarten würden in kühlere Gewässer ausweichen, während sich nicht einheimische Arten weiter ausbreiten könnten.
Außerdem könnten schädliche Algenblüten und Sauerstoffmangel häufiger auftreten. Warmes Wasser dehnt sich darüber hinaus stärker aus und trägt dadurch zu einem höheren Meeresspiegel bei. Bei Sturmfluten könne dies wiederum zu höheren Wasserständen führen.
Die Meldung wurde am 7. September 2026 im Programm von Deutschlandfunk verbreitet.