Die Europäische Union will ihre wirtschaftliche und politische Zusammenarbeit mit Grönland ausbauen. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen unterzeichnete am Montag eine Erklärung, die eine Vertiefung der Beziehungen zu der weitgehend autonomen Insel vorsieht.
Grönland gehört zu Dänemark, ist jedoch kein Teil der Europäischen Union. Die Erklärung wurde bei einem Treffen von von der Leyen mit dem grönländischen Ministerpräsidenten Jens-Frederik Nielsen und der dänischen Regierungschefin Mette Frederiksen unterzeichnet.
Bei dem Treffen kündigte die EU-Kommissionspräsidentin zudem ein Investitionspaket in Höhe von 200 Millionen Euro an. Die Mittel sollen unter anderem dazu beitragen, kritische Rohstoffe in Grönland zu erschließen. Außerdem ist der Ausbau sicherer Internetverbindungen geplant. Dabei geht es um Verbindungen über Satelliten und Unterseekabel.
Ein Teil des Geldes soll nach den vorliegenden Angaben auch von der grönländischen Regierung für den Ausbau ihrer Verwaltungskapazitäten eingesetzt werden können. Darüber hinaus sind Programme für nachhaltigen Tourismus und den Wohnungsbau vorgesehen.
Auch bei der Abwehr hybrider Bedrohungen wollen die Europäische Union und Grönland enger zusammenarbeiten. Weitere Einzelheiten zu den geplanten Maßnahmen wurden in dem vorliegenden Bericht nicht genannt.
Mit der Erklärung wollen die Beteiligten die Zusammenarbeit in mehreren Bereichen zugleich vertiefen. Dazu zählen wirtschaftliche Vorhaben, Infrastruktur, Verwaltung sowie Sicherheitsfragen. Grönland bleibt dabei weitgehend autonom und weiterhin außerhalb der Europäischen Union.
Der Bericht basiert auf Angaben der SZ/dpa.