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September 6, 2026
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Europas Wasser wird knapp: Welche Maßnahmen gegen Dürre helfen können

Europa muss sich auf heißere und trockenere Jahre einstellen. Dürre betrifft inzwischen nicht mehr nur den Süden des Kontinents, sondern weitet sich auch nach Mittel-, West- und Südosteuropa aus. Eine Analyse der Deutschen Welle zeigt, in welchen Bereichen besonders viel Wasser eingespart werden könnte.

Satellitenaufnahmen aus dem August 2026 wiesen demnach in Regionen bis nach Dänemark und Schweden eine extreme Trockenheit aus. Rhein und Donau erreichten historische Tiefstände, was die Binnenschifffahrt beeinträchtigte. In mehreren europäischen Ländern meldeten Landwirte geringere Ernten. Zudem wurden Einschränkungen beim Wasserverbrauch privater Haushalte angekündigt.

Der größte Anteil des Wasserverbrauchs entfällt nicht auf Privathaushalte. Nach den Angaben der Analyse werden rund zwei Drittel des gesamten Verbrauchs in Europa für die Landwirtschaft sowie für die Kühlung von Atomkraftwerken und fossil betriebenen Kraftwerken verwendet. Haushalte kommen je nach Land auf durchschnittlich 50 bis 300 Liter pro Person und Tag und damit auf weniger als 20 Prozent des gesamten Wasserverbrauchs.

In Griechenland, Spanien und der Türkei wird ein großer Teil der täglich pro Kopf entnommenen Wassermenge für die Landwirtschaft eingesetzt. In Ländern wie Bulgarien, Ungarn, den Niederlanden und Estland wird dagegen ein erheblicher Anteil für die Kühlung von Kraftwerken benötigt.

Eine einzelne Maßnahme wird nach Einschätzung der im Beitrag zitierten Fachleute nicht ausreichen. Die Europäische Umweltagentur geht davon aus, dass die EU-Staaten durch gezielte Schritte jährlich zehn bis 40 Prozent Wasser einsparen könnten.

Ein wichtiger Ansatz ist der Ausbau erneuerbarer Energien. Wind- und Solaranlagen benötigen im Gegensatz zu konventionellen Kraftwerken kein Wasser zur Kühlung. Europa hat seinen Wasserverbrauch in den vergangenen zwei Jahrzehnten bereits um etwa ein Viertel gesenkt. Als wichtiger Grund gilt der geringere Wasserbedarf für die Kühlung von Kraftwerken. Durch erneuerbare Energien und effizientere Kühlsysteme könnten weitere erhebliche Einsparungen möglich sein.

In der Landwirtschaft des Südens empfehlen Fachleute unter anderem geschlossene Rohrsysteme anstelle offener Bewässerungskanäle. Dadurch kann weniger Wasser während heißer Perioden verdunsten. Außerdem könnten Oberflächenbewässerung durch Sprinkler- oder Tropfbewässerung ersetzt und weniger wasserintensive Pflanzen angebaut werden.

Auch die öffentliche Wasserversorgung bietet großes Einsparpotenzial. Schätzungen zufolge geht etwa jeder vierte Liter durch undichte Leitungen oder Verdunstung verloren. In Rumänien und Italien liegt der Anteil demnach sogar bei mehr als 40 Prozent. Die Reparatur der Netze könnte einen großen Teil der möglichen Einsparungen im öffentlichen Bereich bringen.

Für Haushalte werden wassersparende Toilettenspülungen, effiziente Wasch- und Geschirrspülmaschinen sowie das Sammeln von Regenwasser empfohlen. Selbst wenn alle verfügbaren Maßnahmen umgesetzt würden, ließe sich der Wasserverbrauch privater Haushalte pro Kopf und Tag jedoch nur um etwa zehn bis 40 Prozent reduzieren.

Darüber hinaus können Verbraucher den Wasserfußabdruck von Produkten berücksichtigen. Die Analyse verweist außerdem auf internationale Zusammenarbeit. Andere Regionen der Welt verfügen demnach bereits über Erfahrungen und Technologien für den Umgang mit knappen Wasserressourcen, von denen Europa lernen kann.

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