Die Vereinten Nationen haben sich auf eine Definition für autonome Waffensysteme geeinigt. Ein entsprechendes Dokument wurde von knapp 130 Staaten in Genf verabschiedet, bislang aber nicht veröffentlicht.
Bei den sogenannten Killer-Robotern geht es um Waffen, die Ziele selbstständig auswählen und ohne menschliche Kontrolle angreifen können. Die Entwicklung und der Einsatz solcher Systeme nehmen nach den vorliegenden Angaben deutlich zu.
Der niederländische Außenminister Berendsen bezeichnete die Einigung auf der Plattform X als wichtigen Schritt bei der Regulierung autonomer Waffen. Die Vereinten Nationen befassen sich bereits seit mehreren Jahren mit der Frage, wie diese Systeme kontrolliert und rechtlich eingeordnet werden sollen.
Nach Angaben von van Rooijen, der geschäftsführenden Direktorin der internationalen Kampagne „Stop Killer Robots“, behandelt das Dokument auch die Anwendung des humanitären Völkerrechts auf autonome Waffensysteme. Zudem bekräftige es die Notwendigkeit menschlicher Kontrolle über solche Waffen.
Van Rooijen kritisierte zugleich, dass mehrere Staaten versucht hätten, den Text abzuschwächen. Sie nannte dabei unter anderem die USA und Russland.
Die Nachricht wurde am 6. September 2026 im Programm Deutschlandfunk ausgestrahlt.