Vermummte Demonstranten haben am 6. September im britischen Dover den Fährverkehr vorübergehend zum Erliegen gebracht. Nach Angaben der Hafenverwaltung versperrten Dutzende schwarz gekleidete Menschen mit Sturmhauben am frühen Morgen die Zufahrtsstraßen zum Hafen.
Die Protestierenden zogen nach einigen Stunden wieder ab. Der Protest richtete sich offenbar gegen irreguläre Migration. Nach Angaben der BBC skandierten die Demonstranten den Satz „Stoppt die Boote“.
Über den Ärmelkanal gelangen jedes Jahr Tausende Flüchtlinge in kleinen Booten von Frankreich an die Südostküste Englands. Nach Angaben des britischen Innenministeriums wurden bis zum 1. September 16.513 Migranten registriert. Das waren 43 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.
Die britische Regierung kritisierte die Blockade des Fährhafens. Die Meldung wurde am 6. September 2026 im Programm des Deutschlandfunks verbreitet.