Alex Marin aus Spanien hat das Finale der Red-Bull-Cerro-Abajo-Serie in Stuttgart gewonnen. Der Brasilianer Roger Vieira wurde Zweiter und sicherte sich damit zugleich den Gesamtsieg der Weltserie. Inoffiziell darf er sich damit Downhill-Weltmeister nennen.
Zehntausende Radsportfans verwandelten den Stuttgarter Kessel am Sonntagnachmittag in eine Urban-Downhill-Arena. Das Rennen gehörte zur Red-Bull-Cerro-Abajo-Weltserie und war die Deutschland-Premiere des Wettbewerbs. Zuvor hatte die Serie bereits Station in Chile und Italien gemacht.
Für den deutschen Top-Fahrer Johannes Fischbach endete das Rennen mit Platz sieben. Der 38-Jährige hatte in der Qualifikation zunächst um den Einzug ins Finale bangen müssen. Als letzter von 39 gestarteten Fahrern schaffte er es auf Rang 15 gerade noch in die Entscheidung.
Im Finale steigerte sich Fischbach und gab nach eigener Einschätzung alles. „Ich habe mich jetzt voll zusammengerissen, habe alles gegeben“, sagte der Bayer aus Rehau anschließend dem SWR. Mehr sei auf der Strecke für ihn nicht möglich gewesen.
Die Stimmung entlang der Strecke und im Zielbereich war laut dem Bericht außergewöhnlich. Teilweise konnten Fans und Fahrer wegen des Lärms kaum ihr eigenes Wort verstehen. Kurz nach dem Rennstart teilten die Veranstalter mit, dass der vorgesehene Zuschauerbereich vollständig gefüllt sei und niemand mehr eingelassen werden könne.
Auch zwei weitere deutsche Fahrer erreichten das Finale. Marco Lamaris belegte den 14. Platz, Moritz Silberhorn wurde 15.
In der Gesamtwertung kam Fischbach auf Rang vier. Für ihn war das Ergebnis besonders bemerkenswert, weil er beim Saisonauftakt in Chile nach einem Schlüsselbeinbruch noch nicht vollständig fit und in Form gewesen war. Beim Rennen in Stuttgart stand für ihn neben dem Ergebnis vor allem die Atmosphäre im Mittelpunkt.
Die Red-Bull-Cerro-Abajo-Serie wurde vor rund 20 Jahren im chilenischen Valparaíso ins Leben gerufen. Das Stuttgarter Rennen bildete den Abschluss der Weltserie.