Nach mehreren Meldungen über Anschläge und entdeckte Sprengvorrichtungen an Energieanlagen verschärft München seine Sicherheitsvorkehrungen. Besonders die Stadtwerke haben ihre Maßnahmen zum Schutz der Einrichtungen verstärkt.
Die Behörden gehen laut dem vorliegenden Bericht von einer „hohen Gefährdungslage“ aus. Hintergrund ist unter anderem ein mutmaßlicher Brandanschlag auf Rüstungsunternehmen im Osten Münchens in der Nacht zum Donnerstag.
In der vergangenen Woche wurde nahezu täglich über Vorfälle an Umspannwerken im Stromnetz berichtet. Genannt werden Fälle in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen. Am Freitag wurden zudem in der Nähe von Bautzen in Sachsen Sprengvorrichtungen entdeckt.
München ist über zwei große Umspannwerke an das überregionale Stromnetz angeschlossen. Eines der genannten Anlagen befindet sich in Menzing. Welche konkreten zusätzlichen Schutzmaßnahmen die Stadtwerke umgesetzt haben, geht aus dem vorliegenden Material nicht hervor.
Die Entwicklung stellt die Sicherheitsbehörden in Bayern und der Landeshauptstadt vor besondere Herausforderungen. Konkrete Angaben zu möglichen Tätern, Motiven oder Schäden enthält der Bericht nicht.