Tobias Raschl hat mit Dynamo Dresden einen emotionalen Abend erlebt. Wenige Stunden nach der Auslosung des DFB-Pokals, die dem Zweitligisten ein Heimspiel gegen den FC Schalke 04 bescherte, verlor Dresden zu Hause mit 1:2 gegen den VfL Bochum.
Raschl wurde im Spiel gegen Bochum eingewechselt und hatte kurz vor dem Ende den Ausgleich auf dem Fuß. Sein Schuss traf jedoch nur den Pfosten. „Ich ziehe ab, gucke hoch und sehe, wie der Ball gegen den Pfosten knallt. Sehr ärgerlich“, sagte der 26-Jährige nach der Partie.
Mit einem Treffer hätte Raschl seiner Mannschaft zumindest noch einen Punkt gesichert. Stattdessen musste Dynamo die zweite Heimniederlage hinnehmen. Nach vier Spielen stehen für Dresden damit lediglich drei Punkte zu Buche. Der Saisonstart fällt somit ähnlich schwach aus wie im Vorjahr.
Für Raschl war die Situation besonders bitter, weil er sich nach einer Sprunggelenksverletzung aus der Saisonvorbereitung gerade wieder an die Mannschaft herankämpft. Der Mittelfeldspieler war sieben Jahre für Borussia Dortmund aktiv und schaffte dort den Sprung zum Bundesliga-Profi. Das Pokalduell mit Schalke bezeichnete er deshalb als besonderes Spiel: Es sei für ihn als Dortmunder ein kleines Derby.
Die zweite Runde des DFB-Pokals findet Ende Oktober statt. Dynamo trifft dann vor heimischer Kulisse auf den Bundesliga-Aufsteiger Schalke 04. Die Dresdner haben gegen die Königsblauen bereits Pokalerfahrung: 2014 setzten sie sich als Drittligist mit 2:1 durch.
Unabhängig von der Vorfreude auf das Pokalspiel richtet sich der Blick bei Dynamo zunächst auf die nächste Zweitliga-Aufgabe in Braunschweig. Dort müsse die Mannschaft zielstrebiger zum Tor spielen und im letzten Drittel fokussierter, sauberer und mutiger agieren, erklärte Raschl.
Der Fehlstart wirkt sich nach seiner Einschätzung auch auf das Selbstvertrauen aus. „Wir müssen vom Kopf her frei sein“, sagte der Offensivmann. Für Dresden bietet sich in der kommenden Woche die nächste Möglichkeit, weitere Punkte zu sammeln.