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Dynamo Dresden: Abgesetzter Aufsichtsrat Blümel kündigt rechtliche Schritte an

Der frühere Dynamo-Aufsichtsratschef Thomas Blümel wehrt sich gegen seine Absetzung und den befristeten Ausschluss aus dem Verein. Der Ehrenrat von Dynamo Dresden hatte den langjährigen Vereinssowie Aufsichtsratsmitglied am vergangenen Donnerstag seines Amtes enthoben.

Als Grund nannte der Verein einen „Verstoß gegen die Sorgfalt und Treuepflicht“. Blümel wird vorgeworfen, Vereinsinterna an Dritte weitergegeben zu haben. In der Erklärung des Vereins wurden dafür nach Angaben des Artikels jedoch keine Beweise genannt.

Blümel weist die Vorwürfe zurück. „Zu keinem Zeitpunkt habe ich vertrauliche Informationen oder Protokolle des Aufsichtsrates an Medienvertreter oder andere Dritte weitergegeben“, erklärte er am Sonntag. Die Entscheidung des Ehrenrates sei „auf Basis von Vermutungen und persönlichen Befindlichkeiten“ getroffen worden.

Der 61-Jährige kündigte an, gegen seine Amtsenthebung und den Vereinsausschluss juristisch vorzugehen. Er werde die Gründe der Entscheidung nicht akzeptieren und die ihm zur Verfügung stehenden Rechtsmittel nutzen, teilte Blümel mit. Nach seiner Darstellung erhält er dabei Unterstützung von langjährigen Vereinsmitgliedern und Dynamo-Ikonen.

Der Konflikt hatte sich bereits bei der Mitgliederversammlung im vergangenen November zugespitzt. Damals war zunächst versucht worden, Blümel nicht zur Wahl für den Aufsichtsrat zuzulassen. Nach kontroversen Wortgefechten stellte sich dieses Vorgehen laut dem Bericht als nicht satzungskonform heraus. Die Mitglieder wählten Blümel anschließend mit dem viertbesten Ergebnis erneut in den Aufsichtsrat.

Gegen das Vorgehen der Vereinsführung formiert sich dem Bericht zufolge Widerstand. Uwe Jäckel, ein langjähriges Mitglied der Initiative „Zukunft Dynamo e.V.“, kritisierte den Umgang mit Blümel. Auch Holger Zastrow, Vorsitzender der Fraktion Team Zastrow im Dresdner Stadtrat, bezeichnete den Vorgang als irritierend. Besonders die aus seiner Sicht fehlenden Beweise und die Härte der Strafe sorgten für Zweifel an der Arbeitsweise einzelner Vereinsgremien.

Unterstützung erhält Blümel außerdem aus seinem Engagement für die Dixie-Dörner-Stiftung. Der frühere Dynamo-Spieler Ralf Minge, Vorsitzender der Stiftung, erklärte, er kenne Blümel aus langjähriger vertrauensvoller Zusammenarbeit. Die gemeinsame Arbeit in der Stiftung werde fortgesetzt. Auch Steffen Dörner, der Sohn der Vereinslegende Dixie Dörner, kritisierte den Umgang mit dem langjährigen Dynamo-Mitglied.

Damit bleibt der Streit um die Absetzung Blümels innerhalb des Vereins bestehen. Eine abschließende rechtliche Entscheidung liegt bislang nicht vor.

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