Im britischen Dover haben vermummte Demonstranten am 5. September 2026 den Fährverkehr vorübergehend zum Erliegen gebracht. Nach Angaben der Hafenverwaltung versperrten Dutzende schwarz gekleidete Menschen mit Sturmhauben am frühen Morgen die Zufahrtsstraßen zum Hafen.
Die Protestierenden zogen nach einigen Stunden wieder ab. Der Fährverkehr war durch die Blockade zeitweise lahmgelegt.
Der Protest richtete sich offenbar gegen irreguläre Migration. Nach Angaben der BBC skandierten die Demonstranten den Ruf „Stoppt die Boote“. Über den Ärmelkanal erreichen jedes Jahr Tausende Flüchtlinge aus Frankreich in kleinen Booten die Südostküste Englands.
Nach Angaben des britischen Innenministeriums kamen bis zum 1. September 16.513 Migranten über diesen Weg nach Großbritannien. Das waren 43 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Die britische Regierung kritisierte die Blockade des Fährhafens. Weitere Angaben zu den Demonstranten oder möglichen Konsequenzen der Aktion lagen in dem Bericht nicht vor.