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September 5, 2026
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Europas Elektroschrott enthält Rohstoffe im Wert von über 65 Milliarden Euro

In Europas Elektroschrott bleiben Rohstoffe im Wert von mehr als 65 Milliarden Euro ungenutzt. Das geht aus einer Studie der Boston Consulting Group hervor, die anlässlich der Technikmesse IFA in Berlin vorgestellt wurde.

In ausgedienten Haushaltsgeräten und Unterhaltungselektronik stecken demnach unter anderem Kupfer, Aluminium, Lithium, Kobalt und Seltene Erden. Jedes Jahr gelangen laut der Untersuchung Geräte auf den EU-Markt, die zusammen rund 1,6 Millionen Tonnen kritischer und strategischer Rohstoffe enthalten.

Ein großer Teil dieser Materialien geht verloren, weil Altgeräte häufig geschreddert, verbrannt oder illegal in andere Länder exportiert werden. Dadurch werden die enthaltenen Rohstoffe nicht erneut genutzt.

Die Verfasser der Studie empfehlen deshalb, Elektrogeräte bereits bei ihrer Entwicklung als sogenannte Materialbanken zu konzipieren. Dafür sollten sie modular aufgebaut und leicht zu demontieren sein. Außerdem sollten bei ihrer Herstellung keine giftigen Stoffe verwendet werden.

Nach Einschätzung der Studienautoren bestehen zugleich Risiken für die europäische Industrie. Viele der benötigten Rohstoffe stammen demnach fast vollständig aus Drittstaaten. Eine besonders wichtige Rolle spielt China: Bei schweren Seltenen Erden verfüge das Land den Angaben zufolge über eine nahezu monopolartige Stellung.

Die Studie stellt damit einen Zusammenhang zwischen der Wiederverwertung von Elektroschrott und der Versorgungssicherheit der europäischen Industrie her. Eine bessere Rückgewinnung der Rohstoffe könnte dazu beitragen, die in Altgeräten enthaltenen Materialien im europäischen Wirtschaftskreislauf zu halten.

Die Nachricht wurde am 5. September 2026 im Programm des Deutschlandfunks verbreitet.

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