Marco Brenner hat die 14. Etappe der Vuelta a España gewonnen. Der 24 Jahre alte deutsche Radprofi setzte sich bei der Bergankunft in Sierra de la Pandera durch und feierte damit den größten Erfolg seiner Karriere. Zugleich war es der erste deutsche Etappensieg bei der Spanien-Rundfahrt seit Lennard Kämnas Erfolg im Jahr 2023.
Brenner gehörte zu einer größeren Ausreißergruppe und setzte sich nach 154,5 Kilometern im Bergauf-Sprint gegen den Kolumbianer Santiago Buitrago durch. Das Ziel lag auf einer Höhe von 1.800 Metern. Für Brenner war es erst der dritte Start bei einer Grand Tour.
Der Erfolg reiht sich in eine starke Saison des früheren deutschen Meisters ein. Erst im August hatte Brenner überraschend die Polen-Rundfahrt gewonnen. Nach seinem Sieg bei der Vuelta zeigte er sich überwältigt: „Ich kann es nicht glauben. Für solche Tage bin ich Radprofi geworden. Es gibt nicht viele Fahrer, die einen Etappensieg bei einer Grand Tour holen.“
In der Gesamtwertung verteidigte Enric Mas das Rote Trikot. Der Spanier erreichte das Ziel 4:12 Minuten nach Brenner und baute seinen Vorsprung sogar aus. Primož Roglič verlor weitere 25 Sekunden und fiel hinter den Österreicher Felix Gall auf den dritten Platz zurück.
Mas führt nun mit 2:06 Minuten vor Gall. Die Vuelta ist seit dem Ausstieg des fünfmaligen Tour-de-France-Siegers Tadej Pogačar nach einem schweren Sturz vor einer Woche offen. Mas könnte bei der Spanien-Rundfahrt seinen ersten großen Gesamtsieg holen. Bei seinen bisherigen Teilnahmen hatte er dreimal den zweiten und einmal den dritten Platz belegt.
Die 15. Etappe führt über 189,7 Kilometer von Palma del Río nach Córdoba. Mit drei Bergwertungen der dritten Kategorie werden an der Spitze der Gesamtwertung voraussichtlich keine großen Veränderungen erwartet. Die Etappe könnte stattdessen den Ausreißern entgegenkommen.