Die Jugendorganisation der österreichischen FPÖ, die „Freiheitliche Jugend“, soll laut Recherchen des „Standard“ eng mit dem rechtsextremen Milieu vernetzt sein. Im Mittelpunkt steht die identitäre Tarnorganisation „Aktion 451“, die offenbar als Kaderschmiede genutzt wird.
Der Beitrag gehört zum Podcast „Inside Austria“, in dem Journalistinnen und Journalisten des SPIEGEL und des „Standard“ politische Entwicklungen und Skandale in Österreich beleuchten. In der aktuellen Folge geht es um die Verbindungen zwischen dem FPÖ-Nachwuchs, der Identitären Bewegung und der „Aktion 451“.
Nach Angaben von Insidern sollen Mitglieder der Organisation unter anderem auf sogenannte „Rassenschandejagd“ gehen. Damit ist laut dem Beitrag gemeint, dass sie Lokale mit eher linkem oder migrantischem Publikum aufsuchen, um dort Frauen zu verführen und sich später als Rechtsradikale zu erkennen zu geben.
Die Recherchen befassen sich außerdem mit der Frage, welchen Einfluss der Nachwuchs innerhalb der Partei des Kanzlerkandidaten Herbert Kickl hat. Im Podcast sprechen dazu Colette M. Schmidt und Fabian Schmid vom „Standard“. Sie berichten über Aussagen von Whistleblowern und über die Überschneidungen zwischen der Freiheitlichen Jugend und rechtsextremen Gruppierungen.
Ein weiterer Schwerpunkt der Folge liegt auf Deutschland. Dort wird die Nachwuchsorganisation der AfD betrachtet. Laut dem Beitrag ist sie ebenfalls in der rechtsextremen Szene vernetzt. SPIEGEL-Redakteurin Ann-Kathrin Müller erläutert im Gespräch die entsprechenden Verbindungen.
Die FPÖ hatte nach Darstellung des Beitrags lange versucht, sich von den rechtsextremen Identitären abzugrenzen. Die Recherchen des „Standard“ stellen diese Abgrenzung nun infrage. Im Zusammenhang mit der „Aktion 451“ werden unter anderem Martin Sellner und Götz Kubitschek erwähnt.
Der Podcast „Inside Austria“ erscheint wöchentlich und wird vom SPIEGEL und dem „Standard“ gemeinsam produziert. Die Folgen können laut Beitrag kostenlos über verschiedene Podcast-Apps abonniert werden.