In Nepal sind zwei Menschen neun Tage nach einer Sturzflut lebend aus dem Tunnel eines Wasserkraftwerks gerettet worden. Lokale Fernsehsender zeigten Bilder eines mit Schlamm bedeckten Arbeiters, der auf der Schulter eines Retters vom Einsatzort weggetragen wurde.
Das Ausmaß der Katastrophe ist weiterhin groß. Rund 900 Arbeiter aus zwölf Wasserkraftprojekten werden noch vermisst. Etwa 500 von ihnen sollen in Tunneln eingeschlossen sein.
Insgesamt kamen im Himalaya mehr als 1.200 Menschen ums Leben. Mehr als 5.000 weitere werden weiterhin vermisst.
Als Reaktion auf die Katastrophe will Nepal ein neues Frühwarnsystem einrichten. Geplant sind seismische Sensoren, Kameras und eine Satellitenverbindung. Sie soll die Übertragung der Daten auch bei einem Ausfall des Mobilfunknetzes sicherstellen.
Die Kameras sollen den Behörden Echtzeitdaten zum Wasserstand liefern. Auf dieser Grundlage könnten anschließend Warnungen per SMS verschickt werden.
Die Nachricht wurde am 4. September 2026 im Programm des Deutschlandfunks gesendet.