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September 4, 2026
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Hamburger Gericht eröffnet Verfahren gegen Ukrainer wegen Nord-Stream-Sprengungen

Das Hanseatische Oberlandesgericht hat das Verfahren gegen einen ukrainischen Staatsangehörigen wegen der Anschläge auf die Nord-Stream-Pipelines eröffnet. Der Prozess soll ab Oktober in Hamburg beginnen.

Die Bundesanwaltschaft wirft dem Mann vor, eine Gruppe angeführt zu haben, die die Sprengung der Pipelines vorbereitet und ausgeführt haben soll. Der Ukrainer soll außerdem zu den Tauchern gehört haben, die die Sprengladungen an den Pipelines in der Nordsee angebracht haben.

Der Beschuldigte war vor rund einem Jahr in Italien festgenommen worden. Einige Wochen später wurde er nach Deutschland überstellt und in Untersuchungshaft genommen.

Ein weiterer mutmaßlicher Mittäter befindet sich nach den vorliegenden Angaben in Kroatien in Auslieferungshaft.

Die beiden Nord-Stream-Pipelines waren im September 2022 durch mehrere Explosionen schwer beschädigt worden. Über Nord Stream 1 floss zuvor russisches Erdgas nach Deutschland. Nord Stream 2 war zum Zeitpunkt der Explosionen noch nicht in Betrieb.

Das Verfahren zu den Anschlägen wird damit vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht in Hamburg aufgearbeitet. Die Meldung gehört zum Deutschlandfunk-Programm vom 4. September 2026.

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