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Nena: Vom New-Wave-Durchbruch zur deutschen Pop-Ikone

Nena zählt zu den erfolgreichsten deutschen Pop-Sängerinnen. Ihren internationalen Durchbruch feierte sie mit „99 Luftballons“. Der vorliegende Steckbrief zeichnet ihren Weg von den ersten Bühnenerfahrungen über die Solokarriere bis zu ihrem heutigen musikalischen Schaffen nach.

Nena wurde 1960 in Hagen als Gabriele Susanne Kerner geboren. Ihre Eltern waren Lehrer. Den Spitznamen Nena erhielt sie während eines Familienurlaubs in Spanien. Sie wuchs mit zwei jüngeren Geschwistern auf.

Nach der elften Klasse verließ sie das Gymnasium und begann auf Wunsch ihrer Eltern eine Ausbildung zur Goldschmiedin. Diese brach sie jedoch ab, weil sie sich der Musik widmen wollte. 1979 schloss sie sich als Sängerin der Band The Stripes an. Die Gruppe löste sich 1981 auf, ohne den erhofften großen Erfolg erreicht zu haben.

In West-Berlin gründete Nena 1982 gemeinsam mit ihrem damaligen Lebensgefährten und Schlagzeuger Rolf Brendel die nach ihr benannte Band. Mit „Nur geträumt“ gelang der Gruppe der Einstieg in die deutschen Charts; der Titel erreichte Platz zwei. Ein Jahr später folgte mit „99 Luftballons“ der größte Erfolg. Der Anti-Kriegs-Song stand in Deutschland an der Spitze und sorgte auch international für Aufmerksamkeit.

Nach vier Alben ließ das Interesse des Publikums nach. 1987 wurde die Band aufgelöst. Nena setzte ihre Karriere anschließend allein fort. Mit „Wunder gescheh’n“ und dem gleichnamigen Album begann 1989 ein neues Kapitel. Sie probierte unterschiedliche Stilrichtungen aus und veröffentlichte auch Alben mit Kinderliedern.

Ein Comeback gelang ihr 2002 mit „Nena feat. Nena“. Für das Album nahm sie frühere Erfolge gemeinsam mit Gaststars neu auf und erreichte damit auch ein jüngeres Publikum. Zu ihren späteren Veröffentlichungen zählen „Willst du mit mir gehn“, „Made in Germany“ und „Licht“. Im Juni 2026 erschien die Single „Alles ist gut“.

Neben der Musik arbeitete Nena als Schauspielerin und Synchronsprecherin. 1983 spielte sie im Musikfilm „Gib Gas, ich will Spaß!“ die Rolle der Tina. Außerdem war sie unter anderem in „Der Unsichtbare“ zu sehen und lieh Figuren in mehreren Filmen ihre Stimme.

Während der Corona-Pandemie geriet Nena wegen ihrer Kritik an den damaligen Auflagen bei Konzerten in die öffentliche Diskussion. Veranstalter sagten Konzerte ab. 2021 strich sie ihre komplette Tour für das folgende Jahr. Außerdem äußerte sie Sympathie für Teilnehmer der sogenannten „Querdenker“-Proteste. Nena wies den Vorwurf zurück, Corona-Leugnerin zu sein, und erklärte, für Eigenverantwortung und Freiheit einzustehen.

Privat war Nena zunächst mit Rolf Brendel liiert. Von 1987 bis 1992 lebte sie mit dem Schweizer Schauspieler Benedict Freitag zusammen. Das Paar verlor seinen ersten Sohn im Alter von elf Monaten. 1990 wurden Zwillinge geboren; Tochter Larissa Kerner arbeitet heute ebenfalls als Musikerin. Seit 1993 ist Nena mit dem Schlagzeuger und Musikproduzenten Philipp Palm zusammen. Gemeinsam haben sie zwei Kinder.

Mit weltweit mehr als 25 Millionen verkauften Tonträgern gehört Nena laut dem Steckbrief zu den erfolgreichsten deutschen Pop-Musikerinnen. Sie steht weiterhin regelmäßig auf der Bühne, veröffentlicht Musik und erreicht damit mehrere Generationen.

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