Der Aufsichtsrat von Volkswagen befasst sich erneut mit dem geplanten Sparkurs des Konzerns. Der Vorstand hatte Anfang Juli einen Sparplan vorgelegt, der bei der jüngsten Sitzung jedoch keine Mehrheit erhielt.
Nach Angaben der Wirtschaftswoche sieht ein internes Vorstandspapier vor, die Produktion in vier deutschen Werken zwischen 2031 und 2034 auslaufen zu lassen. Damit erscheinen Werksschließungen bei Volkswagen wahrscheinlicher.
IG Metall und Branchenexperten betonen, dass eine solche Entscheidung nicht ohne den Aufsichtsrat getroffen werden könne. Juristische Möglichkeiten, eine entsprechende Entscheidung zu verhindern, seien bislang lediglich theoretische Überlegungen.
Hintergrund der Beratungen ist eine Finanzkrise bei Volkswagen. Der Gewinn des Konzerns ging im vergangenen Jahr um knapp die Hälfte zurück. Bei der Tochtergesellschaft Porsche fiel der Rückgang dem Bericht zufolge sogar noch deutlicher aus und betrug mehr als 90 Prozent.
Der Aufsichtsrat soll am 3. September 2026 erneut über den Sparkurs beraten. Die Angaben gehören zu einer am selben Tag im Deutschlandfunk ausgestrahlten Nachricht.