Norwegen hat auf Betreiben des ukrainischen Energiekonzerns Naftogaz das russische Expeditionsschiff „Professor Moltschanow“ beschlagnahmt. Die Maßnahme erfolgte auf Spitzbergen nach einer Anordnung eines norwegischen Gerichts.
Naftogaz teilte mit, das Schiff sei eingezogen worden, um eine Entscheidung eines internationalen Schiedsgerichts in Den Haag durchzusetzen. Dieses hatte Russland zur Zahlung von rund 4,2 Milliarden US-Dollar für beschlagnahmte Vermögenswerte auf der von Russland annektierten ukrainischen Schwarzmeerhalbinsel Krim verpflichtet.
Die russische Regierung ist der Zahlungsaufforderung bislang nicht nachgekommen. Moskau kritisierte die Beschlagnahmung des Schiffs als einen „Akt der Piraterie“.
Das Schiff wird in der Bildbeschreibung zur Meldung als „Professor Molchanov“ bezeichnet. Naftogaz nennt es in seiner Mitteilung „Professor Moltschanow“.
Die Nachricht wurde am 3. September 2026 im Programm Deutschlandfunk verbreitet.