Der Streit zwischen christlichen Schulen in Jerusalem und israelischen Behörden über fehlende Einreisegenehmigungen für Lehrkräfte ist vorerst entschärft. Einen Tag nach dem offiziellen Beginn des Schuljahres erhielten nach Angaben der Katholischen Nachrichten-Agentur rund 70 Lehrer und Mitarbeiter aus dem besetzten Westjordanland die erforderlichen Genehmigungen.
Allerdings gelten einige der ausgestellten Erlaubnisse nur für einen sehr kurzen Zeitraum. Damit bleibt die Situation für die betroffenen Schulen weiterhin unsicher.
Zu Wochenbeginn hatten die Einrichtungen angekündigt, den Unterricht auf unbestimmte Zeit auszusetzen. Betroffen waren zwölf christliche Schulen in Jerusalem mit insgesamt rund 10.000 Schülerinnen und Schülern.
Auch andere Bildungseinrichtungen in Ostjerusalem hatten über fehlende Einreisegenehmigungen geklagt. Die palästinensische Regierung warnte, dass die Maßnahmen den Unterricht für mehr als 50.000 Schüler gefährdeten.
Der Konflikt war zum Beginn des Schuljahres eskaliert. Mit der Erteilung der Genehmigungen für einen Teil der Lehrkräfte zeichnet sich nun zunächst eine Lösung ab. Ob alle betroffenen Mitarbeiter dauerhaft Zugang zu ihren Arbeitsplätzen erhalten, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor.