Bundesagrarminister Alois Rainer hat wegen der Dürreschäden in der deutschen Landwirtschaft eine Krise von nationaler Tragweite ausgerufen. Damit schafft der Bund die Grundlage, sich an finanziellen Hilfen für betroffene Betriebe zu beteiligen.
Der CSU-Politiker kündigte Unterstützung von bis zu einer Milliarde Euro an. Geplant sind zwei Liquiditätsprogramme. Über sie sollen Landwirte ohne großen bürokratischen Aufwand Darlehen zu niedrigen Zinsen erhalten.
Zusätzlich sind steuerliche Erleichterungen und gezielte Hilfen bei Düngemitteln vorgesehen. Für finanzielle Unterstützung bei Extremwetterlagen sind grundsätzlich die Bundesländer zuständig. Der Bund kann sich nur im Fall einer Krise von nationaler Tragweite an den Maßnahmen beteiligen.
Rainer stellte den offiziellen Erntebericht 2026 in Berlin vor. Demnach fällt die diesjährige Getreideernte mit rund 37,4 Millionen Tonnen um 7,3 Prozent niedriger aus als im Vorjahr.
Die Angaben wurden am 3. September 2026 im Programm des Deutschlandfunks veröffentlicht.