Die US-Jazzsängerin Cassandra Wilson ist im Alter von 70 Jahren gestorben. Die zweifache Grammy-Preisträgerin war weltweit als Sängerin, Komponistin und Produzentin bekannt.
Wilson begann ihre Karriere in den 1980er-Jahren in New York. Bekannt wurde sie zunächst als Mitglied des Jazzkollektivs M-Base, das vom Saxofonisten Steve Coleman geprägt wurde.
Zu ihren musikalischen Partnern gehörten neben Coleman auch der Saxofonist Greg Osby und weitere Größen des Jazz. Darüber hinaus arbeitete Wilson mit Künstlern anderer Genres zusammen, darunter die Hip-Hop-Band „The Roots“.
Charakteristisch für ihre Musik waren ihre tiefe Stimme und ein Stil, der Jazz mit Blues, Folk und anderen Musiktraditionen verband.
1997 erhielt Wilson für ihr Album „New Moon Daughter“ einen Grammy. Zwölf Jahre später wurde sie für die Platte „Loverly“ erneut mit dem Musikpreis ausgezeichnet.
Wilson war außerdem am Album „Blood on the Fields“ des Trompeters Wynton Marsalis beteiligt. Das Werk wurde 1997 als erstes Jazz-Album mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet.
Die Nachricht über Wilsons Tod wurde am 3. September 2026 im Programm des Deutschlandfunks verbreitet.