Heute: September 8, 2026

Matratze auswählen: Worauf es bei Härtegrad, Material und Schlafposition ankommt

Die passende Matratze hängt nicht allein vom Preis oder vom verwendeten Material ab. Körperbau, Schlafposition, Wärmeempfinden und mögliche Beschwerden spielen bei der Auswahl eine wichtige Rolle. Ein Ratgeber von BILD zeigt, worauf Verbraucher beim Matratzenkauf achten sollten und wie ein persönliches Schlafprofil dabei helfen kann.

Härtegrade wie H2, H3 oder H4 dienen demnach vor allem als Orientierung. Je nach Hersteller können sie sich unterschiedlich anfühlen. Eine Matratze sollte deshalb nicht ausschließlich nach ihrer Härteangabe ausgewählt werden.

Für die persönliche Einschätzung nutzt BILD die KI-Anwendung „Hey_“. Sie wertet Angaben zum Körperbau, zur bevorzugten Schlafposition, zum Wärmeempfinden und zu Beschwerden aus. Anschließend werden diese Informationen mit Auswahlkriterien unabhängiger Stellen wie der AOK, Verbraucherzentralen und der Aktion Gesunder Rücken abgeglichen. Das Ergebnis soll zeigen, welcher Matratzentyp und welches Liegegefühl zum jeweiligen Profil passen könnten.

Der Ratgeber weist zugleich darauf hin, dass die Auswertung lediglich eine Orientierung und keine medizinische Diagnose ist. Bei anhaltenden oder starken Schmerzen sollten Betroffene ihre Beschwerden ärztlich abklären lassen.

Die Matratzentypen unterscheiden sich vor allem beim Liegegefühl. Federkernmatratzen bieten eine eher feste Liegefläche und können für Rücken- und Bauchschläfer infrage kommen. Schaumstoffmatratzen passen sich dem Körper an und können empfindliche Druckstellen entlasten. Sie werden insbesondere für Seiten- und unruhige Schläfer genannt. Hybridmatratzen verbinden Federn und Schaum, während Latexmatratzen elastisch und anpassungsfähig sind.

Vor dem Kauf sollte eine Matratze möglichst zu Hause getestet werden – mit dem eigenen Kissen, der eigenen Bettdecke und dem vorhandenen Lattenrost. Im Möbelhaus empfiehlt der Ratgeber, mindestens 10 bis 15 Minuten auf jeder Matratze zu liegen und dabei die übliche Schlafposition einzunehmen. Auch mehrmaliges Drehen kann helfen, das Liegegefühl besser einzuschätzen.

Seitenschläfer sollten darauf achten, dass die Wirbelsäule vom Nacken bis zum Becken möglichst gerade liegt. Die Matratze sollte an Schultern und Becken nachgeben und zugleich die Taille stützen. Für Rückenschläfer ist wichtig, dass die natürliche Form der Wirbelsäule unterstützt wird. Druck an Schultern oder Hüfte kann darauf hindeuten, dass die Matratze zu hart ist.

Zusätzlich sollten Käufer die Rückgabebedingungen prüfen und auf einen abnehmbaren, waschbaren Bezug achten. Bei deutlich unterschiedlichem Körperbau zweier Personen können zwei getrennte Matratzen eine passendere Lösung sein. Der Link zum Matratzenanbieter im BILD-Ratgeber ist als Affiliate-Link gekennzeichnet; für abgeschlossene Verträge kann BILD eine Provision erhalten.

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