Heute: September 8, 2026

Dingolfing: Polizei schreitet wegen Spielzeugwaffe an Bahnhof ein

Ein 13-Jähriger soll am Vorplatz des Bahnhofs in Dingolfing mit einer täuschend echt aussehenden Spielzeugwaffe auf vorbeifahrende Autos gezielt haben. Die Polizei nahm den Jungen nach eigenen Angaben widerstandslos fest. Verletzt wurde demnach niemand.

Der Vorfall ereignete sich im Landkreis Dingolfing-Landau. Wie lange der Junge mit der Waffe hantierte und auf wie viele Fahrzeuge er zielte, war zunächst unklar. Die Polizei bittet Autofahrerinnen und Autofahrer sowie andere Menschen, die sich durch die Waffe bedroht fühlten, sich zu melden.

Da der 13-Jährige strafunmündig ist, wurden seine Erziehungsberechtigten und weitere zuständige Behörden eingeschaltet. Nach der Festnahme übergaben die Beamten den Jungen an seine Sorgeberechtigten.

Bei der Pistole handelte es sich nach Angaben der Polizei um eine Spielzeugwaffe. An der Spitze befand sich eine orange Markierung. Diese Kennzeichnung ist im Waffengesetz für Spielzeugwaffen vorgeschrieben. Trotz der Markierung sah die Waffe den Angaben zufolge täuschend echt aus.

Im oberfränkischen Hof hatte ein ähnlicher Vorfall ebenfalls einen Polizeieinsatz ausgelöst. Dort waren zwei 16- und 17-Jährige mit täuschend echt aussehenden Softair-Waffen durch die Innenstadt gelaufen. Eine Passantin alarmierte die Polizei. Die Jugendlichen übergaben den Beamten die Waffen. Gegen beide wurde laut Polizei ein Bußgeldverfahren wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet.

Auch in München-Schwabing hatte es Mitte August einen Einsatz im Zusammenhang mit einer täuschend echten Waffe gegeben. Ein Polizist schoss dort auf einen 14-Jährigen, der eine einer echten Beretta 92 ähnlich sehende Softair-Pistole bei sich hatte, und verletzte ihn schwer. Die Staatsanwaltschaft München prüft gemeinsam mit dem Landeskriminalamt weiterhin die Rechtmäßigkeit des Schusses. Polizei und Familie des Jugendlichen schildern den Ablauf unterschiedlich.

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