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September 3, 2026
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BKA-Analyse: 165 mutmaßliche Sabotagefälle in Deutschland registriert

In Deutschland sind in diesem Jahr offenbar bereits 165 mutmaßliche Sabotagefälle registriert worden. Das geht laut einem Bericht von „Süddeutscher Zeitung“, NDR und WDR aus einer Analyse des Bundeskriminalamts (BKA) hervor.

Die Zahlen stammen demnach aus einem Lagebericht des BKA von Ende August mit dem Titel „Lageupdate Hybride Bedrohung“. Die meisten der erfassten Fälle bezogen sich laut dem Bericht auf Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Bayern. Im vergangenen Jahr hatten die Behörden demnach 320 Sabotageverdachtsfälle gezählt.

Als Sabotage gelten dem Bericht zufolge bewusste Beeinträchtigungen wirtschaftlicher, wissenschaftlicher, militärischer, sicherheitsbehördlicher oder politischer Prozesse. Dazu zählen unter anderem Manipulationen an Stromleitungen und Bahntrassen sowie geplante Brandanschläge.

Nach Angaben des Medienberichts steht hinter vielen der registrierten Ereignisse mutmaßlich Russland. Experten und Regierungspolitiker sprechen in diesem Zusammenhang von einer hybriden Kriegsführung des Kremls. Dazu werden auch Desinformationskampagnen und Cyberangriffe gerechnet, bei denen die Täter ihre Identität verschleiern.

Zu den bekanntesten Vorfällen der vergangenen Monate zählt demnach ein versuchter Anschlag am Leipziger Flughafen. Dort war eine mit Sprengstoff bestückte Drohne in der Nähe eines ukrainischen Transportflugzeugs entdeckt worden. Die Bundesregierung machte Russland dafür verantwortlich.

Bei anderen Angriffen gibt es den Angaben zufolge bislang keine Spur nach Russland. In den vergangenen Tagen wurden Stromversorgungsanlagen in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen angegriffen. Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (CDU) erklärte, er halte einen Zusammenhang zwischen den versuchten Sabotageaktionen für wahrscheinlich.

Die Vorfälle erinnerten an den Stromausfall in Berlin zum Jahreswechsel, bei dem Teile der Hauptstadt tagelang ohne Elektrizität waren. Die Sabotage an einem zentralen Stromkabel wurde Linksextremisten zugerechnet. Im aktuellen Fall schloss Redmann dem Bericht zufolge jedoch nicht aus, dass auch fremde Mächte beteiligt sein könnten.

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