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September 3, 2026
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ARD-Deutschlandtrend: 56 Prozent sehen Russland als Bedrohung für Deutschlands Sicherheit

Mehr als die Hälfte der Deutschen sieht die Sicherheit des Landes durch Russland gefährdet. Im aktuellen ARD-Deutschlandtrend äußerten 56 Prozent der Befragten diese Einschätzung.

Die Umfrage wurde vom Meinungsforschungsinstitut infratest dimap im Zeitraum vom 31. August bis 2. September unter 1319 wahlberechtigten Deutschen durchgeführt. Sie steht im Zusammenhang mit mehreren Angriffen auf kritische Infrastruktur und Rüstungsunternehmen in Deutschland.

Genannt werden unter anderem ein Drohnenangriff auf den Leipziger Flughafen, Sprengvorrichtungen und Pyrotechnik an zwei Umspannwerken in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen sowie ein Brandanschlag in der Nähe von Rüstungsunternehmen in Bayern. Im Fall des Drohnenangriffs hat die Bundesregierung Russland als Verantwortlichen benannt. Ob Russland auch hinter den anderen Anschlägen steckt, ist in dem Bericht offen.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) beschreibt das Verhältnis zu Russland mit den Worten, Deutschland befinde sich „nicht im Krieg, aber auch nicht mehr im Frieden“. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) warnt vor Deutschland als „täglichem Ziel hybrider Kriegsführung“. Darunter fallen unter anderem Cyberangriffe, Spionage, Propaganda, Desinformation und Sabotage.

Die Einschätzung der Bedrohung fällt regional und nach Parteianhängerschaft unterschiedlich aus. Knapp die Hälfte der Bürgerinnen und Bürger in Ostdeutschland fühlt sich nur wenig oder gar nicht von Russland bedroht. Unter den Anhängern der AfD sieht etwa zwei Drittel die Bedrohung als gering an.

Unterschiede gibt es auch bei der Unterstützung der Ukraine mit Waffen. Für gut die Hälfte der Befragten ist die militärische Hilfe angemessen oder sollte ausgeweitet werden. Gut vier von zehn halten sie dagegen für zu weitgehend. In Ostdeutschland und unter AfD-Anhängern überwiegt die Ablehnung von Waffenlieferungen.

Bei der sogenannten Sonntagsfrage bleibt die AfD bundesweit stärkste Kraft. Sie kommt auf 27 Prozent und verliert damit einen Prozentpunkt gegenüber August. CDU und CSU erreichen unverändert 21 Prozent. Die Grünen liegen bei 15 Prozent, die SPD bei 13 und die Linke bei zwölf Prozent. Alle anderen Parteien würden den Angaben zufolge an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern.

Für die Regierungskoalition aus CDU/CSU und SPD reicht dieses Ergebnis nicht für eine Mehrheit. Nur 15 Prozent der Befragten sind mit der Arbeit der Bundesregierung zufrieden. Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz erhalten für ihre Arbeit lediglich 13 Prozent Zustimmung.

Auch das Vertrauen in die Union ist in mehreren Politikfeldern gesunken. Bei der Sicherung des Friedens in Europa halten 23 Prozent die CDU/CSU für kompetent, bei der Asyl- und Flüchtlingspolitik sind es 19 Prozent. In Fragen der Altersversorgung liegt der Wert bei 15 Prozent, in der Klima- und Umweltpolitik bei acht Prozent. In der Wirtschaftspolitik genießt die Union mit 24 Prozent weiterhin das größte Sachvertrauen.

Die wirtschaftliche Lage gilt für die Befragten weiterhin als das größte Problem. 79 Prozent bewerten die Situation in Deutschland als weniger gut oder schlecht. Unter den AfD-Anhängern beurteilen lediglich drei Prozent die wirtschaftliche Lage als gut oder sehr gut.

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