Das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall könnte bereits im jungen Erwachsenenalter beginnen. Eine in dem vorliegenden Bericht erwähnte Studie kommt zu dem Ergebnis, dass schon jeder 13. junge Erwachsene versteckte Gefäßablagerungen aufweist – häufig ohne erkennbare Symptome.
Die Ergebnisse wurden im Zusammenhang mit dem Herzkongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) in München vorgestellt. Nach Angaben des Berichts kamen dort rund 30.000 Kardiologen zusammen.
Damit deutet die Untersuchung darauf hin, dass Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich früher ansetzen können als bisher angenommen. Die Ablagerungen bleiben demnach zunächst oft unbemerkt, obwohl sie mit einem erhöhten Risiko für spätere Herzprobleme in Verbindung stehen.
Der Bericht verweist außerdem auf neue Verfahren mit künstlicher Intelligenz. Diese könnten demnach Hinweise auf ein erhöhtes Herzrisiko sogar auf Aufnahmen erkennen, die ursprünglich im Rahmen von Brustkrebs-Untersuchungen angefertigt wurden.
Welche Untersuchungen Ärzte zur persönlichen Risikoeinschätzung empfehlen, wird in dem zugrunde liegenden Bericht nicht näher ausgeführt. Die dort genannten Fachleute sehen in den neuen Verfahren jedoch Möglichkeiten, die Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen grundlegend zu verändern.