Nach der mutmaßlichen Sabotage an einem Umspannwerk in Bergheim bei Köln sind drei von fünf Braunkohleblöcken wieder in Betrieb. Der Betreiber RWE teilte mit, dass die Reparaturen an den beschädigten Anlagen vorankommen. Die beiden übrigen Kraftwerksblöcke sollen voraussichtlich am Wochenende wieder ans Netz gehen.
Nach Angaben des Netzbetreibers Amprion bestand während des Vorfalls am Abend zuvor und auch danach keine Gefahr eines Stromausfalls. Eine Störung an dem Umspannwerk war nach ersten Erkenntnissen der Polizei vorsätzlich verursacht worden.
Die Polizei in Nordrhein-Westfalen ermittelt wegen des Verdachts auf Sabotage. In einem Maisfeld nahe dem Umspannwerk fanden die Ermittler sechs Abschussvorrichtungen für Feuerwerkskörper.
Die Polizei vermutet, dass mit diesen Vorrichtungen Drähte über Stromleitungen geschossen wurden. Dadurch könnten Kurzschlüsse ausgelöst worden sein. Ein ähnlicher Fall hatte sich zuvor in Brandenburg ereignet.
Nordrhein-Westfalens Innenminister Reul bezeichnete die Tat als einen Angriff, der als Angriff auf das Land gewertet werde. Weitere Einzelheiten zu den Ermittlungen wurden in dem vorliegenden Bericht nicht genannt.
Die Nachricht wurde am 2. September 2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.