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Bauernverband unterstützt Ministerin: Mehr vom Lebensmittelpreis muss bei den Höfen ankommen

Die rheinland-pfälzische Agrarministerin Christine Schneider hält Lebensmittel in Deutschland für zu günstig. Unterstützung erhält sie von Max von Elverfeldt, dem Präsidenten der Familienbetriebe Land und Forst (FABLF) in Deutschland. Er fordert, dass landwirtschaftliche Erzeugnisse einen höheren Wert bekommen und ein größerer Anteil des Verkaufspreises bei den Bauern ankommt.

Schneider begründet ihre Einschätzung damit, dass bei dauerhaft niedrigen Preisen auch die Wertschätzung für Lebensmittel und deren Erzeugung verloren gehen könne. Elverfeldt stimmt dieser Einschätzung ausdrücklich zu, vor allem mit Blick auf deutsche Agrarprodukte. „Lebensmittel sind in Deutschland zu billig“, sagte er laut dem vorliegenden Bericht.

Nach Darstellung des FABLF-Präsidenten kommt von dem Preis, den Verbraucher im Handel bezahlen, häufig nur ein kleiner Teil bei den Erzeugern an. Als Grundlage werden Berechnungen des Thünen-Instituts genannt. Demnach entfallen bei Brot und Brötchen rund fünf Prozent der Verbraucherausgaben auf den Verkaufserlös der Landwirtschaft.

Beim Fleisch liegt dieser Anteil den Angaben zufolge bei etwa 20 Prozent. Für Kartoffeln werden rund 23 Prozent genannt, bei Milch beträgt der Anteil zwischen 36 und 39 Prozent.

Am Beispiel eines Brötchens lässt sich der geringe Anteil verdeutlichen: Kostet es 40 Cent, entsprechen fünf Prozent davon zwei Cent landwirtschaftlichem Verkaufserlös. Dieser Betrag ist laut Elverfeldt jedoch nicht mit dem Gewinn des Bauern gleichzusetzen. Aus dem Erlös müssen zunächst die Kosten für die Erzeugung bezahlt werden.

Auch beim Getreide sei der Anteil am Endpreis gering. Für ein Brötchen werden dem Bericht zufolge etwa 45 Gramm Weizen benötigt. Bei einem Getreidepreis von 250 Euro je Tonne hat diese Menge einen Wert von gut einem Cent. Selbst eine Verdoppelung des Getreidepreises würde das Brötchen demnach nur um gut einen Cent verteuern.

Elverfeldt leitet daraus ab, dass Bauern deutlich besser für ihre Erzeugnisse bezahlt werden könnten, ohne dass die Preise im Supermarkt im gleichen Umfang steigen müssten. Entscheidend sei dabei, dass ein höherer Preis tatsächlich bei den landwirtschaftlichen Betrieben ankomme.

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