Bundesaußenminister Johann Wadephul beendet am 1. September seine zweitägige Reise durch Nordafrika mit einem Besuch in Algerien. Nach Gesprächen in Tunesien stehen in Algier wirtschaftliche und sicherheitspolitische Themen im Mittelpunkt.
In der algerischen Hauptstadt ist unter anderem ein Treffen mit Staatspräsident Tebboune geplant. Algerien gilt als strategischer Partner Deutschlands in der Energiepolitik und zählt zu den wichtigsten Gaslieferanten der Europäischen Union.
Auch die wirtschaftliche Zusammenarbeit soll bei den Gesprächen eine Rolle spielen. Darüber hinaus geht es um Fragen der Sicherheitspolitik.
Wadephul hatte zuvor in Tunis seinen tunesischen Amtskollegen Mohamed Nafti getroffen. Bei diesem Gespräch ging es ebenfalls um Migration. Deutschland wolle gemeinsam mit Tunesien und Algerien versuchen, die Migration aus afrikanischen Staaten zu verringern, erklärte der CDU-Politiker nach dem Treffen.
Nach Angaben Wadephuls sollen dafür unter anderem die Ursachen der Migration aus den Sahel-Ländern bekämpft werden. Dazu gehöre eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage vor Ort. Außerdem müsse gegen Schleuserbanden vorgegangen werden.
Die Reise führt den Außenminister damit zunächst nach Tunesien und anschließend nach Algerien. Der Bericht wurde am 1. September 2026 im Programm Deutschlandfunk ausgestrahlt.