Die USA haben am Dienstag eine neue Angriffswelle gegen Ziele im Iran gestartet. Nach Angaben des US-Zentralkommandos CENTCOM richteten sich die Angriffe gegen Einrichtungen der iranischen Revolutionsgarden. Teheran kündigte Vergeltung an. US-Präsident Donald Trump drohte dem Iran zugleich mit einer weiteren Verschärfung der Angriffe.
CENTCOM zufolge begann die Offensive um 18 Uhr deutscher Zeit. Sie sei eine Reaktion auf jüngste versuchte Angriffe der Revolutionsgarden auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus sowie auf US-Soldaten in der Region gewesen. Gegen 1 Uhr deutscher Zeit erklärten die USA die Angriffswelle für beendet.
Trump sagte dem US-Sender Fox News, der Iran werde im Fall einer Reaktion „noch viel härter getroffen“. Sollte es ein drittes Mal zu einer solchen Eskalation kommen, werde der Iran als Land „völlig ausgelöscht“, sagte der US-Präsident. Die Äußerungen erfolgten nach wochenlanger relativer Ruhe zwischen den Konfliktparteien.
Iranische Medien berichteten am Dienstag von Explosionen an mehreren Orten im Süden des Landes. Die regimenahe Nachrichtenagentur Fars meldete unter anderem Detonationen in Bandar Abbas, Sirik und auf der Insel Qeshm. Auch aus Chabahar und Konarak wurden Explosionen gemeldet.
Iranischen Berichten zufolge wurde zudem der Flughafen von Jiroft im Südosten des Landes getroffen. Die Angaben stammen aus iranischen Medien und wurden im vorliegenden Material nicht durch eine unabhängige Quelle bestätigt.
Die iranischen Revolutionsgarden kündigten nach Angaben iranischer Staatsmedien eine Antwort auf die US-Angriffe an. US-Stützpunkte in der Region sollten demnach mit Raketen und Drohnen beschossen werden, berichtete unter anderem die regierungsnahe Nachrichtenagentur Mehr.
Zugleich erklärten die Revolutionsgarden, die amerikanischen Angriffe würden die iranische Kontrolle über die Straße von Hormus weiter verschärfen. Die wichtige Ölroute steht damit erneut im Mittelpunkt des Konflikts.
Trump äußerte sich außerdem skeptisch über eine diplomatische Lösung. Ein mögliches Abkommen mit Teheran sei „das Papier nicht wert, auf dem es geschrieben steht“, sagte der US-Präsident. Der iranischen Führung habe man „viele Chancen“ gegeben.